Helgoland: Havarie eines Frachters mit Düngemittel

In der Nacht zu Mittwoch war dichter Qualm zur niedersächsischen Nordseeküste gezogen. Nach offiziellen Angaben war der Qualm aber nicht gesundheitsschädlich, “das hätten Messungen an Land ergeben”. Am Montagabend war der Brand ausgebrochen. Wegen des Qualms wurde die 22-köpfige Crew und die 14 Helfer mit Hubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht und abends wieder entlassen

Die Lage auf der Nordsee rund 30 Kilometer vor Helgoland war gefährlich: Starker Rauch stieg aus der havarierten Purple Beach auf. Der mit Düngemittel beladene Frachter hätte explodieren können, sagte ein Sprecher der Cuxhavener Havariekommandos. Aus diesem Grund wurde ein Sicherheitsradius von fünf Kilometern um den Frachter gezogen. Die explosive Sicherheitslage entspannte sich etwas, weil die starke Rauchentwicklung im Laufe des Tages durch einen massiven Löscheinsatz eingedämmt wurde. Die geladenen Düngemittel reagieren aber immer wieder und entwickeln größere Hitze. Problematisch ist es auch deshalb noch, weil ein Grundstoff des Düngers Ammoniumnitrat ist. Dieses Salz wird auch für die Herstellung von Sprengstoff verwendet und reagiert bei großer Hitze (> 170°-Schmelzpunkt, > 300°-Explosionstemperatur).

Für die Umwelt besteht derzeit nach Angaben des Havariekommandos keine Gefahr. Das würde sich allerdings ändern, wenn Dünger ins Meer gelangen sollte. Außerdem hat die Purple Beach 1.300 Tonnen Treibstoff an Bord. In die Luft ist der Dünger bereits geraten – und zwar in Form einer nach Düngemittel stinkenden Wolke, die von der “Purple Beach” aus inzwischen bis an die Küste gezogen ist. Die Menschen wurden vom Havariekommando daher vor Geruchsbelästigung gewarnt.

 Der rote Kommentar: Der Wettlauf um die Ressourcen der Meere und auf den Meeren scheint ungehemmt. Das bis heute von 164 Staaten ratifizierte Seeübereinkommen regelt im Grundsatz die Nutzung der Meeresressourcen, den Seeverkehr, die Fischereirechte, den Meeresumweltschutz, die Hoheitsgrenzen auf See und v.a. mehr*. Doch zügellose Profitsucht durchpflügt mit ihren Containerschiffen, wie zum Beispiel das Containerschiff “Rena”** nicht mehr nur die Oberfläche der See, sie nimmt von ihr Besitz und setzt Mensch und Natur eigentlich unnötigen, aber ungeheureren Gefahren aus. Neue Technologien werden geschaffen, um die Grenzen kapitalistischer Okkupation immer weiter und tiefer in die Meere hinein zu verschieben. Das Resultat sind immer größere Katastrophen für Mensch und Natur.

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 * Neues zum CO2–Ausstoß von Seeschiffen – Am 28. April 2015 hat das EU-Parlament eine Verordnung angenommen. Sie verpflichtet Schiffseigner von Seeschiffen von über 5.000 Tonnen unabhängig von ihrer „Heimatflagge“, den CO2–Ausstoß ihrer Schiffe zu registrieren und regelmäßig Bericht zu erstatten. Doch dies ist Augenwischerei, denn erstens wird der Ausstoß lediglich gemessen und nicht vermindert! Zweitens, warum erst ab 5.000 Tonnen? Bei Hausbrand legt der Schornsteinfeger gehörige Auflagen auf. Und drittens der eigentliche Hammer: Selbst diese völlig unzureichende Verordnung tritt erst zum 1. Januar 2018 in Kraft. Das heißt Begrenzungen können – wenn überhaupt – erst danach eingeführt werden.
** Am 05.10.2011 strandete das mit 1368 Containern und 1700 Kubikmetern beladene Containerschiff “Rena” vor der neuseeländischen Küste: Aus Zeitgründen wurden die “Kurven geschnitten”, um eine Verspätung einzuholen. So hätte aus banalen Gründen eine gewaltige Umweltbedrohung entstehen können. Dies ist nur ein Beispiel aus der neueren Zeit.

Der Lesetipp zum Thema

* Zeitschrift Waterkant – “Wächterin und kritische Stimme des Meeres”

* Wattenrat / Ostfriesland

1.500 Jugendliche diskutieren und feiern auf dem Festival der Jugend

Festival der Jugend: Solidarität mit den Streikenden. Foto: SDAJ

Am Pfingstmontag endet das von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) organisierte Festival der Jugend in Köln, das über das verlängerte Wochenende mehr als 1.500 Besucher und mehr als 650 Dauergäste angezogen hat. Die SDAJ zieht eine positive Bilanz der Veranstaltung, nicht zuletzt, weil es gelungen ist, viele andere politische Jugendorganisationen für das Festival zu begeistern. Das ganze Pfingstwochenende lang feierten die Festivalbesucher an den Rheinwiesen in Köln, bevor es am Pfingstmontag gemeinsam an Abbau und Abreise geht…

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>> Der Schrittmacher << Juni Ausgabe online

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mit dem Schwerpunkt:                                                                                                                                 Der schlafende Riese reckt seine Glieder – Streiks und Aktionen der Arbeiterklasse

>>    Der Schrittmacher – Juni 2015  <<

KP Kubas/DKP: Ein Arbeitsgespräch in Berlin

Von Günter Pohl, internationaler Sekretär des Parteivorstands der DKP

Kuba diskutiert mit den USA – auf Augenhöhe

imagesZu einem Arbeitsgespräch kam der Internationale Sekretär der DKP, Günter Pohl, mit dem Europaverantwortlichen der Internationalen Anteilung der KP Kubas, Noel Carrillo, Mitte Mai in Berlin zusammen. Genosse Carrillo befindet sich derzeit auf einer Tour durch vier osteuropäische Staaten. Nächste Station ist Prag, wo er wie auch ein DKP-Vertreter an einem Seminar der KP Böhmens und Mährens teilnimmt… > Weiterlesen

Rechtserhaltende Gewalt

STUTTGART/BERLIN – Militärische Dienststellen
beteiligen sich erneut am Deutschen Evangelischen Kirchentag. Bei der
für Anfang Juni anberaumten Großveranstaltung werden nicht nur
Militärseelsorger präsent sein, sondern auch Vertreter der Bundeswehr
und des Bundesverteidigungsministeriums. Unter anderem soll der
evangelische Militärbischof Sigurd Rink einen “Bittgottesdienst für
den Frieden” halten – begleitet vom “Heeresmusikkorps” der deutschen
Streitkräfte… weiterlesen

Bremen: Repräsentative Demokratie nicht repräsentativ

Ein Kommentar zur Bürgerschaftswahl in Bremen

von ai – news.dkp

Bild in Originalgröße anzeigenBei der Bürgerschaftswahl 2015 war die Wahlbeteiligung historisch niedrig. Sie ging im Vergleich zu 2011 noch einmal um mehr als 5 % zurück auf 50 %. Berücksichtigt man, dass viele Bürgerinnen nicht wählen dürfen, weil sie keinen deutschen Pass haben, und dass die Stimmen für Parteien, die die 5 %-Hürde nicht überwinden, “unter den Tisch fallen”, repräsentieren alle in der neuen Bürgerschaft vertretenen Parteien zusammengenommen weit weniger als die Hälfte der Bevölkerung…  > weiterlesen

Siehe auch > Böhrnsen verzichtet auf Wiederwahl /jw vom 12.05,2015

Siehe auch Leserbrief an “www.dkp-bremen.org: Wahl Bremen 10.Mai 2015

Siehe auch >  UZ vom 15.05.2015, Seite 5 unten

10. Mai 2015 – Bremer Bürgerschaftswahl: Sozial das muss drin sein!

DKP kontra GroßkapitalDie zukünftige Fraktion der Linkspartei in der Bremer Bürgerschaft muss das Sprachrohr der Arbeiter, Angestellten und Arbeitslosen werden. Und umgekehrt: Wir müssen dafür sorgen, dass man Draußen sieht, was Drinnen (in Parlament und Ausschüssen) passiert.

Die Menschen im Land Bremen haben vielfältige soziale und wirtschaftliche Probleme. Es geht darum, die Interessen der Menschen nach intakten Wohnungen, bezahlbaren Mieten, vernünftiger Infrastruktur wie z.B. Gesundheit, Bildung, Erziehung und Erholungsmöglichkeiten, nach vernünftig bezahlter Arbeit und sozialer Absicherung  laut zur Sprache zu bringen.

Andere werden das nicht tun.

Offen gesagt: Es reicht nicht aus, darauf zu setzen, dass irgendeiner deine Interessen schon in den Parlamenten vertreten wird. Eine linke oder gar eine kommunistische Fraktion kann nur dann wirksam sein, wenn die Menschen sich organisieren, ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen und im Kleinen beginnen, Widerstand gegen eine Politik der Verarmung weiter Bevölkerungsteile zu entwickeln.

Die Zustände in Bremen, in Bremen-Nord und Bremerhaven, aber generell in diesem Land schreien zum Himmel: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer.

 Es ist Zeit, sich zu wehren.

Wer den Reichen nichts nimmt, kann den Armen nichts gebenDie einzige zur Bremer Bürgerschaft kandidierende Partei, deren Wahlaussagen in Vielem mit den aktuellen Forderungen der DKP übereinstimmen, ist die PARTEI DIE LINKE. Allerdings können wir die Erfahrungen in den verschiedenen Bundesländern in denen die PARTEI DIE LINKE mitregiert oder mitregiert hat, nicht außer Acht lassen. Sie zeigt die Gefahr, dass auch diese Partei bei einer Regierungsbeteiligung bereit ist, ihre politischen und sozialen Standpunkte gegen das “sogenannte Machbare” auszutauschen.

Letztlich aber – davon sind wir überzeugt – muss es einen Bruch mit diesem profitorientierten System geben. Wir brauchen ein System, in dem die Menschen und nicht die Profite zählen. Wir nennen dieses System „Sozialismus“.

http://www.dkp-reinheim.de/images/dkp/cheguevara.gif    Darum stärkt die DKP – werdet Mitglied der DKP.


Bild in Originalgröße anzeigenKeine Stimme für Neofaschisten und rechten Demagogen die sich diesmal in den Kleidern sogenannter ehrlicher “Bürger in Wut” oder der sogenannten “Alternative für Deutschland” verstecken.

 

Dringender Appell

Deutsche Besatzung, Ghetto und DeportationTHESSALONIKI/ROM/BERLIN – In einem gemeinsamen Schreiben an die Deutsche Bahn AG fordern die      Jüdische Gemeinde von Thessaloniki und der      Zug der Erinnerung” die Rückzahlung der in Griechenland erpressten Einnahmen aus den antisemitischen “Reichsbahn”-Deportationen. Das staatseigene Bahnunternehmen hatte für seine Beihilfe zum Massenmord an mehr als 58.000 griechischen Juden von den Opfern Fahrkarten verlangt und 1943 über 2 Millionen Reichsmark eingezogen. Das Geld wanderte … mehr lesen

Spontane Proteste gegen Festung Europa

Mahnwache in Augsburg. Foto: RedGlobeFoto: RedGlobe: Mahnwache in Augsburg.

Wohl mehr als 1100 Flüchtlinge sind allein in den vergangenen sieben Tagen auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrunken. Am heutigen Montag sind weitere 300 Menschen auf Booten im Mittelmeer in Seenot geraten, mindestens 23 Personen starben. Als Reaktion auf die von der Abschottungspolitik der EU provozierten Tragödien kam es heute daher zu mehreren teils noch andauernden Trauerkundgebungen in verschiedenen deutschen Städten wie Bremen, Würzburg, München und Augsburg, an denen jeweils mehrere hundert Menschen teilnahmen. Auch in anderen Ländern Europas kam es zu Mahnwachen und Trauerkundgebung für die ertrunkenen Flüchtlinge … mehr lesen

Bremen: Eintausend Menschen haben sich am Montagabend in Bremen an einer Demonstration für die am Wochenende auf dem Mittelmeer gestorbenen Bootsflüchtlinge beteiligt. Die Demonstranten forderten, unverzüglich wieder ein Seenotrettungsprogramm für die Region zwischen Afrika und Europa aufzulegen. Außerdem sollten sich die Menschen wie alle anderen Passagiere auf den Fähren im Mittelmeer einschiffen können, lautete eine weitere Forderung der Bremer Demonstranten. Das würde viele Menschenleben retten.

Siehe auch > Nein zur mörderischen Migrationspolitik der EU!

Heraus zum 1. Mai

imagesU92LEHEQMai-Aufruf der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)

1. Mai 2015 – Solidarisch im Kampf gegen die Projekte des Kapitals!

Wir rufen auf zur Teilnahme an den 1.-Mai-Demonstration der DGB-Gewerkschaften.

1. Mai 2012Mit dem Motto “Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!” organisieren der DGB und seine Einzelgewerkschaften die Demonstrationen am diesjährigen Tag der Arbeit. Damit wird ein Fokus auf die sich rasant veränderte Arbeitswelt durch den intensiveren Einsatz von Computern und Netzen gesetzt. Stichworte sind Fabrik 4.0 oder Office 2.0. Dabei geht es aber weniger um die Gestaltung der Arbeit, sondern darum, die schon heute erkennbaren Folgen abzuwehren. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in den nächsten zehn bis 15 Jahren rund 50 Prozent aller Berufe und das Normalarbeitsverhältnis verschwinden werden. An dessen Stelle tritt dann unter anderem der Solo-Selbstständige, der um jeden Auftrag und in Konkurrenz zu anderen kämpfen muss und gleichzeitig nicht von seiner Arbeit leben kann. Die Bundesregierung unterstützt diesen Prozess mit finanziellen Mitteln in Millionenhöhe ohne auf die Folgen einzugehen.

Hier muss Kapital und Kabinett aufgezeigt werden: Ohne uns. Der Einsatz von Computertechnologie in Industrie und Verwaltung muss den Beschäftigten nutzen, nicht der Profitmaximierung.  weiterlesen

Lesen Sie auch > Wie die Regierung die breiten Schultern schont und die schwachen belastet

1.Mai-Veranstaltungen in der Region

Bremen
Demonstration: 11:00 Uhr ab Weserstadion
Kundgebung: 12:00-15:00 Uhr, auf dem Domshof. 
Begrüßung durch Annette Düring
Schwerpunkt Jugend: Tatjana Basow (ver.di), Frank Linhart (NGG), Mareike Schmidt, (IGM). 
Kulturprogramm: Mit Livemusik und Infoständen.
Bremen-Nord
Demonstration: 10:30 Uhr ab Arbeitsamt
Kundgebung: 11-13 Uhr auf dem Sedanplatz. Mairede mit Kornela Knieper (ver.di), Christian Gloede (GEW).
Kulturprogramm: Es gibt Livemusik und Infostände.
Bremerhaven 
Demonstration: Versammlungsort „Große Kirche“, Bürgermeister-Smidt-Str
Kundgebung: 10:00-17:00 Uhr Große Kirche. Die Mairede hält Karin Schwendler (ver.di Gleichstellungspolitik)
Kulturprogramm: Mit Live-Musik, Kinderbetreuung und Samba

Zehntausende demonstrieren gegen TTIP

Bei einem weltweiten Aktionstag am gestrigen Samstag haben Menschen in 45 Ländern gegen TTIP, CETA, TiSA und andere Freihandelsabkommen protestiert. Allein in Deutschland fanden mehr als 230 Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen statt. Weltweit waren es über 750 Aktionen auf allen Kontinenten.

Protest gegen TTIP in Berlin. Foto: RedGlobe      In München demonstrierten 23.000 Bürgerinnen und Bürger gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA und Kanada. In der österreichischen Hauptstadt Wien protestierten 10.000 Menschen. In Leipzig waren es 2000 Menschen, in Stuttgart 1000, in Frankfurt am Main 700, in Tübingen ebenfalls über 600. In zahlreichen anderen deutschen Städten wie Köln, Bochum, Bremen oder Heidelberg, aber auch in ländlichen Gegenden wie etwa dem Schwalm-Eder-Kreis protestieren jeweils mehrere hundert.In Berlin vereinigten sich mehr als 1000 Menschen zu einer Menschenkette vom Potsdamer Platz, vorbei an der Kanadischen und der US-Botschaft bis zur Vertretung der EU-Kommission am Pariser Platz nahe dem Brandenburger Tor. Klicken Sie sich zum Beitrag