Hervorgehobener Artikel

Bremer Ostermarsch-Aufruf

Aufruf zum Ostermarsch 2015

 

Bremen. “Im 70. Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Faschismus, der millionenfachen Tod gebracht hat, sehen wir Deutschland in der Verantwortung, sich für eine neue Friedens- und Entspannungspolitik einzusetzen”, heißt…
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Friedenstaube-rot_DLF86739                                                                                                                   „Flagge zeigen! Krieg beginnt hier; stoppen wir ihn hier!“

„Unwahrheiten über Kommunisten sind immer okay!“

Über einen Artikel auf der Kulturseite im Weser Kurier/Bremer Nachrichten vom 26. März 2015   „Beklemmende Bilder aus der Lagerhölle“

http://www.rosalux.de/fileadmin/ls_sachsen/bilder/Bruno-Apitz_rot_-Bundesarchiv_Bild_183-A0816-0001-001_wikipedia_org_Brueggmann_Eva_CC-BY-SA-3_0.jpg„Bei der Neuverfilmung des Romans “Nackt unter Wölfen” handelt es sich ausschließlich um den Versuch, den kommunistischen Widerstand der Buchenwaldhäftlinge zu relativieren und in den Dreck zu ziehen. Auch der Artikel von Dorit Koch (WK) gibt nichts Anderes her.

Der Kommunist und Romanautor Bruno Apitz war von 1934 bis 1937 Häftling im Zuchthaus Waldheim und anschließend bis 1945 im Konzentrationslager Buchenwald. Der  Schauspieler Erwin Geschonneck war 6 Jahre inhaftiert in verschiedenen KZ´s wie Sachsenhausen, Dachau und Neuengamme. Weitere Schauspieler, die Häftlinge in Buchenwald waren, wirkten bei der einzigartigen Romanverfilmung von 1963 in der DDR mit.  Das machte den Film so wertvoll.

CoverNicht im Frühjahr 1945, wie der Weser Kurier schreibt, sondern im August 1944 landeten Dr. Harry Zweig und sein 3 jähriger Sohn Stefan Jerzy Zweig im Viehwaggon auf dem Ettersberg bei Weimar.  Jerzy wurde vom illegalen Internationalen Lagerkomitee versteckt und gerettet.  Eine ungeheuerliche Entgleisung in dem Artikel ist,  dass das Kind Jerzy Zweig nicht durch die Kommunistische Partei gerettet wurde, sondern gegen sie.

Das Internationale Lagerkomitee bestand aus 11 Kommunistischen Parteien, es waren ausschließlich Kommunisten und Sozialisten vertreten. Aus Deutschland die KPD Mitglieder Walter Bartel, Harry Kuhn und Ernst Busse.  Willi Bleicher, KPO Mitglied und nach der Befreiung vom Faschismus herausragender Gewerkschaftsführer in Stuttgart, hat sich unter Ausnutzung seiner Funktion als Roter Kapo der Effektenkammer in erster Linie durch die Rettung des dreijährigen Jerzy einen unsterblichen Namen gemacht.

Die Kommunistische Partei Deutschlands stand von Anfang an im Zentrum des Buchenwalder Widerstandes . Mehrere Tausend Kommunisten wurden in Buchenwald für längere oder kürzere Zeit dort gequält.  Schon nach den ersten Wochen gehörten um die 700 KPD Mitglieder zur Lagerbelegschaft im KZ Buchenwald, und diese Zahl  blieb ungeachtet aller Todesfälle, Entlassungen, Überstellungen und Neueinlieferungen konstant. (…)

Abschließend der Sozialdemokrat Benedikt Kautsky, Sohn von Karl Kautsky: „Es handelte sich fast ausschließlich um Kommunisten, die in Buchenwald in vorbildlicher internationaler Solidarität allen Antifaschisten ohne Unterschied der Partei, Nation  oder Konfession  ihre Hilfe zuteilwerden ließen.“  GRR

Bild: „Bundesarchiv Bild 183-A0816-0001-001, Dreharbeiten “Nackt unter Wölfen”, Beyer, Apitz, Köfer“ von Bundesarchiv, Bild 183-A0816-0001-001 / Eva Brüggmann / CC-BY-SA 3.0 > 1960-89 Bildreporterin bei ADN-Zentralbild  > Bruno Apitz rechts im Bild <   

Werder schlägt Fußballmannschaft aus der Provinz Kosovo

24.03.1999: Die NATO beginnt ihren verbrecherischen und völkerrechtswidrigen Luft-Krieg gegen Jugoslawien unter dem Vorwand des Schutzes der albanischen Bevölkerung im Kosovo.

Werder spielte am Freitag, d. 27.03.15 gegen eine Mannschaft aus dem Kosovo  und gewann erfreulicher Weise mit 2:0. Angeblich soll dies die “Nationalmannschaft” des Kosovo gewesen sein. Was und wie dieser Staat aus der Retorte der NATO und EU-mächtigen Staaten entstanden ist, sagen folgende Zahlen:

Seit dem 18.02.2008 gibt es in Europas einen neuen willkürlich durch die EU gegründeten Staat: Die sogenannte “Republik Kosovo”. Dort leben hauptsächlich Albaner. Serben und andere Volksstämme bilden Minderheiten. Vor der sogenannten Staatsgründung war das Kosovo eine serbische Provinz.
In diesem “Land” herrscht latente Kriegsangst und viele Menschen befürchten, dass es zu erneuten gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Serben und Albanern kommt.

Im Kosovokrieg sind bis heute etwa 10.000 Menschen direkt oder an den Kriegsfolgen gestorben. Die offizielle Sprechart lautete damals wie heute: “Die NATO sendete damals Truppen in das Gebiet, um Gewalt zu verhindern. Diese Soldaten sollen auch jetzt Kämpfe zwischen Serben und Albanern verhindern.”

Wie die NATO-Staaten Gewalt “verhinderten” sagen folgende Zahlen des völkerrechtswidrige Krieges im Kosovo:

Am 24. März begann die NATO mit Luftangriffen gegen Jugoslawien im Kosovo und bombte aus heutiger Sicht den jetzigen “Staat” herbei.

Direkt getötete Menschen:  Jugoslawische Soldaten und Polizisten: 5000 – Zivilisten: 2000.        Plus drei getötete Chinesen, die bei der Bombardierung der chinesischen Botschaft starben.

Verletzte Menschen:  Jugoslawische Soldaten und Polizisten: 6000 – Zivilisten: 5000

Der Krieg: 1000 NATO-Flugzeuge, 36000 Angriffe

Vernichtung von unzähligen kleineren Dörfern, Häusern, Schulen, Krankenhäusern, Fabriken, 34 Autobahnbrücken, 11 Eisenbahnbrücken. Durch die Zerstörung von fast der Hälfte der militärischen Ölreserven entstand eine enorme Umweltkatastrophe.

Kriegskosten – Ein einziger Tag: Zwischen 110 Millionen und 130 Millionen DM.

Die Gesamtkosten: 43 Milliarden DM.

Internationalen Friedenstruppe in Kosovo: Jährlich eine Milliarde Deutsche Mark für den Einsatz der Bundeswehr.

Fazit: Damit kannste einen völkerrechtswidrigen Staat machen.

Heraus zum Ostermarsch 2015!

K.A.

Nicht nur Graf von Sponeck war in Kriegsverbrechen verstrickt

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/73/K%C3%B6ln-Stolpersteiin-Rathaus-024.jpg/220px-K%C3%B6ln-Stolpersteiin-Rathaus-024.jpg                                                                                                   Der skandalöse Graf Sponeck-Stolperstein für den Wehrmachtsgeneral in der Horner Heerstr. ist  gestohlen worden. Die umstrittene Gedenktafel  wollte man ohnehin entfernt haben, nachdem (jetzt!) neue Erkenntnisse vom Wehrmachtsgrafen im Hitler-Faschismus bekannt geworden waren.

„In 4 Monaten werden mit einem pompösen Aufmarsch und feierlichen Gelöbnis die „wahren Helden des Widerstandes“ gefeiert, die Verschwörer des 20. Juli 1944, die lange Zeit eng mit Hitler verbunden und wie Graf von Sponeck mit dessen Vernichtungskrieg voll einverstanden waren.

So begrüßte Claus Schenk Graf von Stauffenberg die Vereinheitlichung der Befehlsgewalt des Oberbefehlshabers des Heeres und der Wehrmacht in Hitlers Händen im Dezember 1941.  Die Männer des 20. Juli 1944 waren an zahlreichen Massenmorden unmittelbar beteiligt. Reichskriminalpolizeichef Arthur Nebe ließ als Einsatzgruppenleiter Zehntausende osteuropäische Juden ermorden.

Vorzeigegenerale wie Erich Hoepner und Carl-Heinrich von Stülpnagel hatten die antisemitischen Ideologien der Faschisten voll verinnerlicht, ließen den Kommissarbefehl vom 6. Juni 1941, der die sofortige Liquidierung von in deutsche Kriegsgefangenschaft geratenen Politoffiziere  der Roten Armee vorsah, umsetzen und ordneten an, bei Massenmorden und Geiselerschießungen in erster Linie jüdische und kommunistische Einwohner zu nennen.

Henning von Tresckow, der meistzitierte Offizier des 20. Juli 1944, hat als Beauftragter für die Partisanenbekämpfung und als Chef des Stabes der 2. Armee ab November 1943 schwere Verbrechen angeordnet. Den Plan mit den toten Zonen hatte Tresckow entwickelt, die Entvölkerung ganzer Regionen, Sperrgebiete für die Zivilbevölkerung zu errichten, aus bandenverseuchten  Gebieten alle Männer wegzuschaffen und die zurückbleibenden  zu erschießen.

Unbestreitbar ist, dass der Sturz des deutschen Faschismus, wäre er am 20. Juli 1944 gelungen, Zigtausenden Menschen das Leben gerettet hätte! Hannah Arendt zog sinngemäß das rigorose Fazit, man könne sich angesichts der Dokumente und vorbereiteten Proklamationen der Verschwörer des 20. Juli 1944 nur schwer des Eindrucks erwehren, dass das, was man gemeinhin unter Gewissen versteht, in Deutschland  gänzlich verlorengegangen war.

Ein Skandal, dass es noch immer auch Stolpersteine, Kasernennamen  und Straßen gibt, die nach Mördern und Kriegsverbrechern  benannt sind.“ GRR

Der Gastkommentar: Malstifte sind farbig, aber keine Menschen

von Gerd-Rolf Rosenberger, Bremen

Benedict Cumberbatch wollte ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus setzen, mit seinem Ausdruck “farbige Schauspieler” hat Cumberbatch aber ins Fettnäpfchen getreten. “Ich bin tief bestürzt, dass ich Anlass zu Ärger gegeben habe, weil ich diese veraltete Ausdrucksweise benutzt habe”, teilte der Schauspieler mit. Cumterbatch ist in der BRD mit der Neuverfilmung von “Sherlock Holmes” bekannt geworden. So oder ähnlich lauten die Pressemeldungen über Cumberbatch vor der diesjährigen Oscar-Verleihung.

Doch nicht nur Benedict Cumberbatch rutscht eingeübt Falsches heraus. Auch in Unserer Zeitung ist manchmal noch von “Farbigen” die Rede.

Sprache und Worte können zur Veränderung von Machtverhältnissen beitragen. Menschen aus Amerika, Afrika, aus den arabischen Ländern, Afroamerikaner als “farbig” zu bezeichnen, halte ich für ziemlich daneben. Ich arbeite für Menschen mit Handicap an einer Oberschule in Bremen-Nord. In unserer 10. Klasse sind zwei schwarze Schüler, die aus Nigeria und dem Sudan stammen. Der Begriff “farbig” wurde in einem Rassismus-Seminar von den 16- bis 17jährigen SchülerInnen nicht einmal benutzt, sie sprachen von ihren schwarzen bzw. dunkelhäutigen Freunden. Eine Studentin aus Eritrea, die ich persönlich an der Uni Bremen kennenlernte, bezeichnete ihre Hautfarbe als dunkelbraun.

Ein Tuschkasten ist farbig, Malstifte auch, aber keine Menschen, die eine helle oder dunkle Hautfarbe haben. Kurt Tucholsky und die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek aus Österreich bezeichneten sinngemäß die Sprache als Waffe der Machtlosen. Wir sollten uns bemühen, sie richtig zu benutzen.

Volksbegehren für die Rekommunalisierung der Müllabfuhr: Runde 2 wurde eingeläutet!

Stadtmusikanten als MüllwerkerDaseinsvorsorge gehört kommunal
Wollen Sie, dass wesentliche Aufgaben der Daseinsvorsorge Bremen unter kommunaler Verantwortung wahrgenommen werden? Dann engagieren sie sich für das Volksbegehren zur Rekommunalisierung der Abfallentsorgung und Straßenreinigung!

Unterschriftenlisten

bekommen Sie jederzeit bei hier.

Runde 1: Müllabfuhr in Bürgerhand (2014)

Willi Gerns, Bremen: Vor 15 Jahren – Putin wurde zum Präsidenten gewählt

Hintergründe einer Zäsur im postsowjetischen Russland

Ein UZ-Abo lohnt sich

… lesen Sie schon donnerstags, was in Unserer Zeitung von morgen (27.03.2015) steckt:

Neuer UZ-Shop: 100% ROThttp://www.dielinke-bremen.de/uploads/pics/gerns_willi.jpgAm 26. März 2000 fanden in der Russischen Förderation vorgezogene Parlamentswahlen statt. Im Ergebnis wurde Putin, dessen Name wenige Monate zuvor über seine Heimatstadt hinaus noch kaum jemand gekannte, bereits im ersten Wahlgang zum russischen Präsidenten gewählt. Auf ihn entfielen 52,94 Prozent und auf seinen kommunistischen Opponenten Sjuganow 29,21 Prozent der Stimmen. .. … …   … …

Die Online -UZ gibt es wie gewohnt erst ab Dienstag.

Empfehlung: Ein Abo der UZ – der sozialistischen Wochenzeitung der DKP!

FLOH DE COLOGNE liegt vorn

eclipsed – das Rock Magazin für Art * Progressive * Psychedelic * Classic * Hard Rock veröffentlichte in ihrer April-Ausgabe ein Konzeptalben-Ranking mit 150 Alben.

Ein Konzeptalbum ist ein Musikalbum, bei dem die einzelnen Titel nicht isoliert, sondern in ihrer thematischen Beziehung zu den anderen Teilen des Albums als Gesamtwerk betrachtet werden. Durch die Ausarbeitung eines musikalischen und textlichen Zusammenhangs wird ein durchgängiges Konzept verfolgt, welches sich auch in andere Bereiche wie etwa die Gestaltung des Covers oder weitere Zusatzelemente ausweiten kann. “Mal fiktive Geschichten – ein anderes Mal reale historische Ereignisse. Die Möglichkeiten, ein Album unter ein Konzept zu stellen, sind praktisch endlos”.*

Eines der ersten Konzeptalben der Rockmusik waren Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles und das 1966 erschienene Freak Out! von Zappas ” Mothers of Invention”.

Erfreulich für das deutschsprachige politische Lied ist, dass es auch einige politische Konzeptalben in das große eclipsed-Ranking geschafft haben.

Proletenpassion (Doppel CD)

Platz 149 nahmen die Schmetterlinge mit ihrer 1974ziger “Proletenpassion” ein. “Sie gaben dem Proletariat mit ihrer Passion eine Stimme”.*

Platz 146 nahm die deutsche “Krautrockband” AMON DÜÜL II mit ihrem 1975ziger “Made in Germany” ein. Deutsche Geschichte und Gestalten aus der Perspektive Münchener Freaks.*

Platz 103 nahmen die “Einstürzenden Neubauten” mit ihrem 2004 erschienenen Album “Lament” ein. Es war das erste Album, das den Charakter einer Dokumentation trägt.*

Profitgeier                                                                                                                                       und Platz 76 der deutschsprachigen Konzeptalben behauptete “FLOH DE COLOGNE” mit ihrem 1971ziger Album “Profitgeier“. Antikapitalistische Agitation im rockigen Kabaretttumult.*

 www.dkp-bremen.org wünscht viel Freude beim Anhören der Alben und politischen Nutzen für den Alltag in euren jeweiligen Lebensräumen und -umständen.

* nach eclipsed April 2015 / eclipsed – das Rock Magazin: http://www.eclipsed.de/

CD`s oder LP`s bestellt man in Bremen bei: >>>  Bild:!cid_eb7cc386a45fa6b4aba09618032f6052.gif <<<

Bremer Bischof Rink – Militärbischof und Militarist

Bremer Friedensforum widerspricht Militärbischof Sigurd Rink und fordert seine Ablösung

 Presseerklärung des Bremer Friedensforums

Das Bremer Friedensforum findet es empörend, dass sich der 2014 von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ernannte Militärbischof Sigurd Rink, offen für die von Juncker, Merkel und Steinmeier angestrebte Militarisierung Europas einsetzt und sich für die Bildung einer „europäischen Armee“ ausspricht.

Damit hat er den alten Vorwurf der Friedensbewegung bestätigt, dass die Militärseelsorge letztendlich der Förderung der Militärpolitik dient. Das Argument, dass eine europäische Armee die „Nationalismen in Europa untergraben“ könne, übersieht, dass ein europäischer Patriotismus, der dazu noch militärisch ausgerichtet ist, weitaus gefährlicher ist.

Außerdem ist erschreckend, dass Rink im Blick auf den Konflikt in der Ukraine fordert, dass über die deutsche Ostpolitik nachgedacht werden müsse. Das ist wohl nicht anders zu verstehen, als dass von der sogenannten Ost-Denkschrift der EKD von 1965 Abschied zu nehmen ist. Sie trat für Aussöhnung und Verständigung ein.

Der Rat der EKD sollte sich dazu entschließen, Rink wegen solcher Äußerungen, die christlicher Seelsorge widersprechen, abzulösen.

Bremen, 20. März 2015

SAG NEIN – ERINNERN FÜR EINE ZUKUNFT OHNE KRIEG

Drei Tage nach dem Konzert

Am Mittwoch, den 18. März 2015 fand im Paradox in Bremen das Konzert von ewo2 mit Bernd Köhler, Stimme /Gitarre und Jan Lindqvist, E-Gitarre anlässlich des “Tags der poltischen Gefangenen” statt.

Bernd Köhler meinte, dass er an diesem Abend eigentlich gar nicht in Bremen hätte sein dürfen, denn seine Lieder würden in diesen Tagen dringender in Frankfurt bei Blockupy benötigt.

Dennoch machte er sich mit Jan Lindqvist an die Arbeit um den Bremern zum Tag der politischen Gefangenen entsprechende Songs zum Gefallen und Mitmachen zu spielen. Was auch gelang.

Gespielt und gesungen wurden Antikriegs- und Freiheitslieder aus zwei Jahrhunderten. Lieder und Texte von Brecht, Tucholsky oder Erich Weinert, die die sozialen und ökonomischen Ursachen von Kriegen markieren, Yiddische Ghetto- und Widerstandslieder sowie eigenen Titel aus der neuen CD die u. a. einen Liederzyklus zu den Kriegen der Heutzeit enthält (Das Waterboarding-Syndrom).

Der CD-Stand von JumpUp lieferte die entsprechenden Tonträger und die Rote Hilfe Bremen, die den Abend organisierte, verkaufte politische Bücher. rW

Solidaritätswerbung

NEUE CD VON BERND KÖHLER UND EWO2 – GROSSES RELEASEKONZERT AM 12. MÄRZ IM FORUM IN MANNHEIM

IN DIESER STRASSE – DAS WATERBOARDING-SYNDROM – ist der Titel der neuen Platte von Bernd Köhler und ewo2, dem „kleinen elektronischen weltorchester” aus Mannheim – die damit ein bittersüß-aktuelles Zeitengemälde in 14 poetisch wie musikalisch beeindruckenden Songs vorlegen.

IN DIESER STRASSE spiegeln sich, gleich einem Zoom aus dem All, die globalen wie die individuellen Themen die unsere Epoche bestimmen. Krieg, Zerstörung, Ringen um Selbstbestimmung, um Menschenwürde, ums Überleben – aber auch Freude am Widerständigen und die Lust am Leben.

>> MEHR ÜBER DIE NEUE CD LESEN

www.dkp-bremen.org erhielt einen Leserbrief zur neuen CD von ewo2:

“Ich habe jetzt nach eurem Konzert in Bremen in Ruhe eure neue CD gehört und finde sie  echt gelungen, ansprechend und perspektivisch. Besonders gelungen fand ich als “Leadgitarrist” die gespielten E-Gitarren von Jan und Hans. Aber besonders gefreut habe ich mich über die Interpretationen in einigen Liedern vom gesanglichen und musikalischen Stil des Meisters Franz Josef Degenhardt.” K. A.

DKP-Genossin Margot Konetzka für lebenslanges Friedensengagement geehrt

Ein UZ-Abo lohnt sich

… lesen Sie heute schon donnerstags, was in Unserer Zeitung von morgen steckt:

Neuer UZ-Shop: 100% ROTAm Internationalen Frauentag hat der Bremer Frauenausschuss in diesem Jahr zum ersten Mal einen Ehrenpreis für lebenslanges Engagement verliehen. Den Preis erhielt unsere 86jährige Genossin Margot Konetzka für ihr lebenslanges Engagement für den Frieden. Der Festakt fand vor zahlreichen Gästen aus der Frauen-, Friedens- und Gewerkschaftsbewegung im historischen Bremer Rathaus statt. Zuvor war Anette Klasing, Bildungsreferentin im Lidice-Haus, als „Frau des Jahres 2015“ ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wurde zum 15. Mal vergeben. Anette Klasing unterstützt seit vielen Jahren die Friedensbemühungen, die an der Basis zwischen israelischen und palästinensischen Menschen stattfinden.

http://media05.myheimat.de/2012/11/04/2392207_web.jpg?1352061048Die Laudatio für Margot (links im Bild) hielt Kollegin Margareta Steinbrücke von der Arbeitnehmer-Kammer. Sie führte aus, dass die Erfahrungen des Krieges Margot unmittelbar nach dessen Ende zum Eintritt in die KPD und deren Jugendorganisation, später in den Demokratischen Frauenbund Deutschlands bewegten und zur Triebkraft für ihr bis heute unermüdliches Friedensengagement wurden. In Stichworten erinnerte sie an Margots Aktivitäten bei den Ostermärschen gegen Wiederaufrüstung und Atomwaffen, bei der Gründung des Arbeitskreises Christinnen und Kommunisten, gegen den Vietnamkrieg der USA und den im Zusammenhang damit aus der Taufe gehobenen Bremer Solidaritätsbasar, der in diesem Jahr zum 50sten Mal stattfindet, bei der Mahnwache für den Frieden an jedem Donnerstag auf dem Bremer Marktplatz, die nach über 30 Jahren zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution geworden ist. Zugleich wurde das Engagement der Preisträgerin für soziale Gerechtigkeit gewürdigt, ihre viele Jahrzehnte währende unermüdliche Arbeit in der Gewerkschaft, lange Zeit im DGB-Frauenausschuss, heute bei den Verdi-Senioren und bei der Organisierung des jährlichen internationalen Tages der älteren Generation am 1. Oktober sowie Margots vielfältiger Einsatz für die Rechte der Frauen.

http://www.soziales.bremen.de/fastmedia/12/thumbnails/Margot%20Konetzka.jpg.45020.jpgKollegin Steinbrücke endete mit den Worten: „Dafür danken wir Dir, liebe Margot. Du bist uns ein Vorbild über so lange Zeit, gegen alle Rückschläge und das manchmal müde werden, weil es so langsam voran geht, unerschütterlich am Einsatz für die Sache der Frauen und des Friedens festzuhalten, und dies über alle Konfessions-,Weltanschauungs- und Parteigrenzen hinweg immer integrativ und gleichzeitig in der Sache entschieden, dabei bescheiden und sich niemals in den Vordergrund stellend, ist einfach vorbildlich. Du hast den Ehrenpreis des Bremer Frauenausschusses für lebenslanges Engagement wirklich verdient.“

Die TeilnehmerInnen des Festakts stimmten diesen Worten mit langanhaltendem Beifall zu. Ebenso einmütig war die Zustimmung zu Margots Dankesrede, in der sie dazu aufrief, den gemeinsamen Kampf nicht spalten zu lassen durch das Ausspielen von Frauen gegen Männer, Jung gegen Alt, Deutsche gegen Ausländer, weiße gegen farbige Menschen. Das helfe nur denen, die auch heute nicht bereit sind, den Frauen die gleichen Rechte einzuräumen die ihnen wie den Männern laut Grundgesetz zustehen. (W.G)

Siehe auch: DKP-Kommunalpolitiker wollen keine goldenen Medaillen

Gemeinsame Erklärung von SDAJ und DKP zu den Blockupy-Protesten in Frankfurt

Blockupy ein grosser Erfolg

Über 20.000 Menschen demonstrierten gegen Banken, Konzerne, Troika und deren Kahlschlagpolitik. An einem Werktag bewies Blockupy damit eine gewachsene Mobilisierungsfähigkeit. Das war ein großer Erfolg.

Dies soll verdrängt werden durch Bilder von brennenden Polizeiautos und Straßenschlachten. Dass war zu erwarten, es ist über Wochen herbei geredet worden. Darauf war das martialische Auftreten der Polizei abgestimmt.

150319dkp-sdajMit einem Millionenaufwand, mit mindestens 7.000 schwerbewaffneten Polizisten, mit Hubschraubern, Wasserwerfern, Tränengas und Blendgranaten wurde die Party der Reichen geschützt. SDAJ und DKP erklären: „Offensichtlich hatten die Mächtigen Angst vor ihrer eigenen Arroganz. Es passt nicht gläserne EZB-Luxusbauten hochzuziehen, während Millionen in der EU in schlimmste Armut fallen. Es passt nicht Lachsschnittchen zu reichen, während im Mittelmeer Flüchtlinge an der EU-Außengrenze ersaufen. Da soll der Widerstand gespalten werden. Da braucht man Bilder, die von der Breite und Mächtigkeit des Widerstands ablenken. Aber, die Demonstranten ließen sich nicht aufhalten. Auch nicht durch die Provokationen und Provokateure derer, die tagtäglich Millionen Menschen Gewalt antun.

Bereits morgens beteiligten sich Tausende an den Blockaden. Die große internationale Beteiligung war beeindruckend. Ebenso die stärkere Beteiligung von Gewerkschaftern, die auf ihrer Demonstration am Vormittag zum Römer mehr als 2000 Teilnehmer zählten. Am Abend demonstrierten alle gemeinsam. Es waren mehr als 20.000, die durch Frankfurt zogen. Diese Bilder sah man nicht im Fernsehen. Mitglieder der DKP und der SDAJ waren bei all diesen Aktionen beteiligt und bildeten bei den Demonstrationen einen gut sichtbaren Block. Das alles finden wir ermutigend und vorwärtsweisend.

Dieser Widerstand muss weiter gehen und weiter verbreitet werden z.B. bei den Protesten gegen den G7-Gipfel“.

Quelle: news.dkp.de >  Gemeinsame Erklärung von SDAJ und DKP zu den Blockupy-Protesten in Frankfurt

Gewerkschaftliche Demo und Kundgebung in Bremen

12. März 2015

7000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Bremen und Niedersachsen haben an einer gewerkschaftlichen Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz teilgenommen. Viele Kolleginnen und Kollegen aus Schulen, Krankenhäusern, Feuerwehren und von Straßenbauämtern waren dem gewerkschaftlichen Aufruf zum Warnstreik gefolgt und so die mehr als berechtigten Forderung von Ver.di und GEW nach mehr Einkommen zu unterstrichen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/9/99/Ver_di.svg/200px-Ver_di.svg.pngZu dem Warnstreik riefen GEW und Ver.di an die 100.000 Tarifbeschäftigten im Nordwesten auf. Die Kolleginnen und Kollegen aus Niedersachsen kamen mit 68 Bussen aus allen Landesteilen angereist. Ohne Angebote waren schon zwei Verhandlungsrunden verlaufen. “Das ist doch wohl eine Frechheit”, rief der Ver.di-Mann Detlef Ahting, den Kolleginnen und Kollegen empört zu.

http://www.sozialismuss.de/dkp/images/dkp_wahlplakat_saar2012_web.jpgUnd recht hat Kollege Ahting, denn für die unmittelbare Verbesserung des Lebensstandards der arbeitenden Bevölkerung erachten wir Kommunistinnen und Kommunisten es mit ihm als notwendig, dass mittels aktiver Lohnpolitik, nicht nur die gestiegenen Preise ausglichen werden sollen, sondern auch der Anteil der Arbeitenden am Sozialprodukt soll vergrößert werden. Durch Vergrößerung der Massenkaufkraft werden zugleich die Absatzmöglichkeiten des Handels erweitert, was zur Sicherung der Arbeitsplätze und der Existenz aller arbeitenden Bevölkerungsschichten beiträgt.

Deshalb war das grelle Pfeifkonzert und die z.T. selbstgemalten Transparente der Kolleginnen und Kollegen vollkommen berechtigt – sie machten damit ihrem Ärger Luft. So hieß es denn: “Wir geben alles, was gibst Du?” bei der Feuerwehr und “Wir sind es wert” auf den vielen anderen Plakaten und Transparenten. Detlef Ahting bestätigte die Forderung der Gewerkschaften nach 5,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 175 Euro im Monat, mit vier Argumenten: Erstens gebe es steigende Steuereinnahmen. Zweitens habe der öffentliche Dienst Bedarf an guten Fachkräften. Drittens schaffe mehr Einkommen Kaufkraft und Nachfrage. Und Viertens dürfe der öffentliche Dienst der Länder beim Einkommen nicht von der Entwicklung anderenorts abgekoppelt werden. “Packt endlich ein Angebot auf den Tisch”, konterte Ahting dem Palaver der Gegenseite.

Am 16. März 2015 beginnt die dritte Verhandlungsrunde in Potsdam.

„Aktionen um den Internationalen Frauentag in Bremen-Nord“

„ Letzten Dienstag nahmen 15 Genossinnen und Freunde an der Mitgliederversammlung der DKP Bremen-Nord teil.  Claudia Paliwoda referierte über den mutigen Kampf der Kommunistinnen Hannchen Neumann, Marianne Drabent und Marianne Häusler. Marianne Drabent  saß während des Faschismus in Untersuchungshaft, Marianne Häusler war 12 Monate inhaftiert in einem Konzentrationslager mit ihrem Genossen Adi.  Leo Drabent und Hans Neumann wurden geköpft im Zuchthaus Brandenburg.  Die mutigen Genossinnen leisteten viel mehr, als nur ihren Männern den „Rücken freizuhalten“.  Auch die Fliegerinnen der Roten Armee, die Nachthexen, waren ein Thema.  Einige von Ihnen wurden Heldinnen der UdSSR.

Auf der MV co-referierte eine Genossin,  Kreistagsmitglied der Linksfraktion über die Geschichte der Frauenerwerbsarbeit mit  aktuellem Bezug zu heute. Gefreut haben wir uns über die Teilnahme einer jungen Kollegin aus dem Kirchlichen Dienst der Arbeitswelt,  die kräftig die Werbetrommel rührte für den Film „Mietrebellen“.

Am Mittwoch verteilten wir im Wohngebiet die UZ –Extra zum Internationalen Frauentag. Auf der Friedenskundgebung am Freitag, den 06. März 2015 referierte die Friedensfreundin, Künstlerin Gisela Vormann  zum Thema „Dialog zwischen Ungleichen“.  Sie berichtete über die Friedensarbeit der Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser, die 2003 zusammen mit der Israelin Gila Svirsky den Bremer Solidaritätspreis erhielt.  Hier wurden Rote Rosen verteilt.

Am Samstag schließlich führte die DKP in Bremen-Nord ihren 33. Infostand seit 2009 in der Fußgängerzone Vegesack durch, verteilte Rote Rosen, den Roten Norden und das UZ-Extra zum Internationalen Frauentag, wir sammelten Spenden für ein Kinder- und Frauenzentrum auf Haiti, insgesamt kamen über 21 Euro zusammen.

Der Infostand war gut frequentiert,  auch weil mit Kaffee und Süßes ein lockeres Miteinander angeboten wurde. Den Abschluss an diesem Samstag bildeten Hausbesuche bei einer marokkanischen Flüchtlingsbetreuerin und bei zwei uns bekannte Russinnen,  wo wir Rote Rosen überreichten. Sie waren berührt und erzählten uns, was für eine Bedeutung der Internationale Frauentag noch heute in Russland hat, genauso wie der Tag des Sieges über den Faschismus am 9. Mai vor 70 Jahren.“ GRR