Demonstration zum 100. Jahrestag der Ausrufung der Bremer Räterepublik

Demonstration zum 100. Jahrestag der Ausrufung der Bremer Räterepublik15. November 2018 | 16:30 Leibnizplatz –    18:00 Marktplatz

 

„DIE BESTE REGIERUNGSFORM FÜR DAS PROLETARIAT IST DAS RÄTESYSTEM. DIE ENTSCHEIDUNG IST GEFALLEN.
BREMEN IST EINE SELBSTÄNDIGE SOZIALISTISCHE REPUBLIK.“

Adam Frasunkiewicz am 10. Januar 1919 vom Rathausbalkon

Ein Bündnis linker Parteien und Gewerkschaften ruft zur Demonstration auf. Aufruf hier
„Demonstration zum 100. Jahrestag der Ausrufung der Bremer Räterepublik“ weiterlesen

Novemberrevolution 1918/19

Das Buch zum Thema Novemberrevolution 1918/19

Der Platz der Revolution 1918/19 in der deutschen Geschichte und im Geschichtsbild der Deutschen (Gerhard Engel); Die österreichische Revolution (Hans Hautmann); Die Gründung der KPD und ihre Wirkung (Heinz Karl)

Räterepublik in Bremen (Gerrit Brüning, Bezirksvorsitzender DKP Land Bremen)

Hamburger Jugendbewegung im Krieg und in der Novemberrevolution (Kurt Baumann); Konterrevolution und »Antibolschewismus« – Eduard Stadtler (Rainer Zilkenat); Revolutionäres Erbe und Strategieentwicklung in der Politik der KPD (Raimund Ernst); Die Novemberrevolution im Spiegel der marxistischen Historiographie der DDR (Ralf Riedl); Die Novemberrevolution im Urteil bürgerlicher und sozialdemokratischer Politik- und Geschichtswissenschaftler (Ludwig Elm)

EU-Parlament fordert Verbot neofaschistischer Organisationen

fir
Fédération Internationale des Résistants

In einer Entschließung, die mit 355 Stimmen bei 90 Gegenstimmen und 39 Enthaltungen angenommen wurde, beklagen die Abgeordneten des Europaparlaments, dass der gegenwärtige Anstieg der Fremdenfeind-lichkeit in Europa dadurch ermöglicht wurde, dass man keine entschiedenen Maßnahmen gegen neofaschis-tische und neonazistische Gruppierungen ergriffen hat.  weiterlesen

Der Giftgastod im belgischen Flandern

Wo einige der furchtbarsten Schlachten des Ersten Weltkriegs stattfanden, sind auch hundert Jahre später die längst vergangenen Kriegsspuren noch immer allgegenwärtig. Im Milieu der Stadt Ypern, wo der Kriegsverletzte Erich Maria Remarque Erfahrungen für sein Drehbuch »Im Westen nichts Neues« sammelte und wo heute eine unheimliche Dichte an Kriegsgräbern besteht, erlebte im Frühjahr 1915 auch den ersten militärisch größeren Gasangriff des Ersten Weltkrieges.

Kriegsverbrecher Fritz Haber

Am 22. April lösten »Gas-Pioniere« des Kaiserreichs gegen 18 Uhr den weltweit ersten Einsatz von Chemiewaffen aus: 160 Tonnen Chlorgas, abgeblasen aus 6000 Stahlflaschen. Der Angriff dauerte nur Minuten, kostete aber mindestens 1200 vorwiegend französischen Soldaten das Leben und verätzte weiteren rund 15 000 Männern Augen und Atemwege. Waffentauglich gemacht worden war das Chlorgas von Fritz Haber. Der Nobelpreisträger für Chemie (1918) hatte die Premiere an vorderster Front überwacht und wurde Tage darauf in Berlin – unter Tränen des Glücks – zum Hauptmann befördert – und vom westdeutschen Bundespostministerium am 30.09.1957 sogar noch einmal mit einer Briefmarke gewürdigt.

Der deutsche Soldat bei seinem Tagwerk

Erinnerungen an deutsches Giftgas lassen sich in Belgien auch an einem anderen Ort nicht verdrängen. In der Nordsee, nicht weit von Ypern, versenkte das Deutsche Heer in der Nähe vom Hafen Seebrügge 1919 ungefähr 35.000 Tonnen Giftgas-granaten im Meer. Dort lagern sie bis heute. Die Sandbank von Paardenmarkt, wo das Giftgas nur fünf bis zehn Meter unter der Wasseroberfläche trügerisch ruht, ist zwar für Fischerei und jegliches Ankern verboten, doch Sicherheitsgewissheit will sich bis heute nicht einstellen.  Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!  nd/ka