Archiv für den Monat: Juni 2015

162 000 für 162 000.

Bild: Der_Schrittmacher_Grafik.png

24.06.2015: Mehr als 1.300 Krankenhäuser beteiligen sich beim bundesweiten Protest am Mittwoch, den 24.06.2015. Und auch viele Kolleginnen und Kollegen vor den Krankenhäusern in Bremen.

DER SCHRITTMACHER ruft zur Unterstützung einer ver.di-Aktion auf.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde, Genossinnen & Genossen,

an den Krankenhäusern in der Bundesrepublik fehlen insgesamt 162.000 Kolleginnen und Kollegen. Am kommenden Mittwoch, den 24. möchte ver.di genauso viele Menschen vor die Krankenhäuser mobilisieren. Überall genau zur gleichen Zeit: um 13 Uhr für 10 Minuten! Es soll die größte Krankenhausdemonstration Deutschlands werden. Ziel ist öffentlicher Druck für ein Gesetz, das einen festen Personalschlüssel festlegt. Am gleichen Tag berät dazu die Gesundheitsministerkonferenz, die brauchen den Druck!

Wir vom SCHRITTMACHER in Bremen haben beschlossen, die Aktion solidarisch zu unterstützen. Bitte besucht – je nach Wohnortnähe – die Kolleginnen und Kollegen im Klinkum Bremen-Mitte, Klinikum Bremen-Nord, Klinikum Bremen-Ost oder im Klinikum „Links der Weser“. Treffpunkt für die kurze pünktliche Aktion ist jeweils der Haupteingang – dort trefft Ihr auf die verdi-Aktiven und werdet jeweils eine Nummer zwischen 1 und 162.000 zum Hochhalten bekommen.

Mit roten Grüßen

Redaktion  Der Schrittmacher

Europa als Startrampe

US-Atomraketen: „Schritt in Richtung Weltkrieg“

von Willi Gerns, DKP Bremen

http://www.dielinke-bremen.de/uploads/pics/gerns_willi.jpgAnfang des Monats veröffentlichte die Agentur Associated Press Auszüge aus einem Bericht des Vorsitzenden des Komitees der Vereinigten Chefs der Generalstäbe der US-Streitkräfte, General Martin Dempsey. Daraus geht hervor, dass die USA eine Statioierung bodengestützter Raketen in Europa oder Asien erwägen, mit denen ein „Präventivschlag“ gegen das russische Atomwaffenpotential geführt werden kann. Begründet wird dies damit, dass Russland angeblich den INF-Vertrag nicht vollständig erfülle. Stichhaltige Belege dafür werden nicht vorgelegt.  weiterlesen

>> Bremer Rundschau << Juli - Ausgabe online

mit dem Themen:
http://www.dkp-bremen.org/wp-content/uploads/2015/02/cid_image001_jpg@01D04475.jpg                                                                                                                          +++ Nachbetrachtung der Bremer Bürgerschaftswahl +++ TTIP: Erneuter Angriff auf die öffentliche Daseinsvorsorge +++  Müllabfuhr in Bürgerhand / Schluss mit Privatisierungen +++ sowie eine kurze Rückschau auf den ErzieherInnen und Sozialarbeiter-Streik > „Wir sind mehr wert!“
Lesen Sie hier die Bremer Rundschau Juli 2015

Gift im Essen

Lobbyisten verhindern Verschärfung von Grenzwerten

imagesFIHDCPWODie EU-Kommission hat vom 1. bis 9.  Juni im spanischen Sevilla neue Richtwerte für den Ausstoß von Schadstoffen durch Großkraftwerke diskutiert und festgesetzt. Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert dabei sowohl das Verhalten Deutschlands als auch den offensichtlichen Lobbyismus der Energiekonzerne.  weiterlesen

Wir empfehlen:

* Zeitschrift Waterkant – “Wächterin und kritische Stimme des Meeres”

* Wattenrat / Ostfriesland > Infos zum aktuellen Bremer ARD-Tatort-Krimi „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“

Bremen – extreme soziale Spaltung – eine Nachbetrachtung

von Armin Fuchs, Bremen

Ein UZ-Abo lohnt sich

… lesen Sie schon donnerstags, was in Unserer Zeitung von morgen (12.06.2015) steckt:

Neuer UZ-Shop: 100% ROT

Bremen – extreme soziale Spaltung Eine Nachbetrachtung zur Bürgerschaftswahl am 10. Mai im kleinsten Bundesland. Einzig „Die Linke“ fordert einen Politikwechsel. Seite 12

Die Online -UZ gibt es wie gewohnt erst ab Dienstag (16.06.2015).

Empfehlung: Ein Abo der UZ – der sozialistischen Wochenzeitung der DKP!

„Überall dort sein, wo Menschen gesellschaftlich und politisch aktiv sind“

Über die politische Arbeit der DKP-Gruppe Bremen-Nord

von Gerd-Rolf Rosenberger, Bremen                                                                                                       (leicht redaktionell bearbeitet)

Auf der Jahresabschlussfeier 2013 der DKP Bremen-Nord sprach unser Parteivorsitzende Patrik Köbele von der Wichtigkeit Leninscher Bündnispolitik. 15 Genossinnen und Genossen haben wir in Bremen-Nord, acht weitere Freunde und Sympathisanten kamen zum Jahresabschluss, um Patrik zu hören. So neu war es nicht, von ihm zu hören, dass wir Kommunistinnen und Kommunisten nicht warten können, bis die Menschen zu uns kommen. Wir müssen überall dort sein, wo Menschen gesellschaftlich und politisch aktiv sind. Die berühmte leninistische Teewasserpolitik hat sich bei uns in Bremen-Nord seit dem 20. Parteitag im März 2013 folgendermaßen entwickelt:

Schon bei der Gründung der Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg im Jahre 2001 waren drei Genossinnen und Genossen aktiv beteiligt, daraus sind bis heute 663 Friedenskundgebungen mit wöchentlichen internationalistischen Spendensammlungen geworden.

Ein kultureller Treffpunkt in Bremen-Nord ist das neugestaltete Gustav-Heinemann Bürgerhaus. Bei den jetzt anstehenden Vorstandswahlen ist an uns herangetragen worden, für den Vorstand zu kandidieren.

Zwei aktive Mitglieder des Bürgerhauses kamen zu unserem Willi-Bredel-Abend. Ein Genosse stellte engagiert die „Frühlingssonate“ vor und ein Genosse trat der Willi-Bredel-Gesellschaft in Hamburg bei.

Auch die Beiratssitzungen sind öffentlich. Wir bringen uns zu Fragen der Schulpolitik, Soziales und Armutim Wohngebiet kontinuierlich ein. Ein Genosse ist im Jugendmigrationsdienst der AWO aktiv und unterstützt junge Menschen bei der Rechtschreibung und im Lesen, hilft bei der Antragstellung zu einem finanziellen Zuschuss für Rucksack, Sportschuhe, Bücher, Kugel-schreiber usw. Der kommunalpolitische Schwerpunkt der DKP Bremen-Nord nicht nur für die nächsten Monate ist die Flüchtlings- und Migrationsarbeit.

Wir Kommunisten sind mit allen Flüchtigen, Migranten und Vertriebenen solidarisch und heißen sie in Bremen-Nord herzlichst willkommen. Einmal in der Woche besuchen wir vier junge unbegleitete Flüchtlinge in Farge-Rekum, immer dabei Pfefferminz- und Grüntee, Feigen oder Obst. Drei von ihnen beginnenein sechswöchiges Praktikum in einer Metallbaufirma; wir wurden gefragt, für den vierten jungen Mann uns im gastronomischen Bereich umzuhören. In den nächsten Monaten erwarten wir in Bremen-Blumenthal weitere 120 Flüchtlinge, die in einem ehemaligen Wohnpflegeheim wohnen werden. Zu diesem Zweck wurde die Willkommensinitiative Blumenthal gegründet. Hier arbeiten vier Genossinnen und Genossen aktiv mit, neben Vertretern der SPD, Linken, Bündnis 90, Piraten; auch die CDU ist dabei und viele parteilose Nordbremer Bürger. Zwei Genossen übernahmen spontan den Schlüsseldienst und richten im Quartierstreff den Raum für unsere Sitzungen her. Andiskutiert wurden Kontaktcafé und Kleiderkammer und eine Arbeitsgruppe gegründet.

Die private Jacobs Universität in Bremen-Grohn lud die DKP Bremen-Nord zu einem Diskussionsabend über das Selbstverständnis der Linken damals und heute ein. Die DKP Oldenburg und die Nordbremer DKP waren mit zwei Genossinnen und Genossen vertreten, außerdem SPD,/Jusos, Linke und Piraten.

Wir bereiten aktuell im Bündnis den Tag des Sieges über den Faschismus am 9.  Mai mit einer Gedenkkundgebung auf der KZ-Gedenkstätte Bahrplate vor.

Unserer SDAJ überweisen wir durch Plakettenverkauf und weitere Spenden in den nächsten Tagen 100  Euro für ihr breites, alternatives, sozialistisch-kommunistisches Jugendfestival in Köln.

Quelle: Unsere Zeit – Sozialistische Wochenzeitung der DKP von 29.Mai 2015, Seite 13

Bremer SPD-Parteitag

… beschließt:

  • Die Bebauung der Osterholzer Feldmark

Es besteht kein existenzieller Bedarf für die Bebauung der Osterholzer Feldmark, denn gut 40 ausreichende Flächen zur Innenverdichtung der Stadt sind bereits identifiziert. Die Osterholzer Feldmark und das Überschwemmungsgebiet Brokhuchting werden hierfür nicht benötigt. Als weitere Flächen für Wohnungsbau stehen das Gebiet Hohentorshafen, Neustädter Hafen und das Brinkmanngelände zur Verfügung.

Grünflächen sind wichtig für die Lebensqualität in der Stadt und zwar als Naturschutz- und Erholungsgebiete, aber auch als Vorsorge gegen den Klimawandel.

Gerade die Osterholzer Feldmark mit ihren alten Gehöften und angelagerten Weiden; dem stattlichem Baumbestand und ökologisch bedeutsamen Sträuchern und Gräben bietet Ruhe, Dichte und für den Besucher viele Überraschungen. Deshalb darf die Osterholzer Feldmark nicht bebaut werden. Der angeblich “kleine unbedeutende Anfang” um die Endhaltestelle der Linie 1 ist der Beginn der gesamten Bebauung und Vernichtung dieser schönen Landschaft im Bremer Osten.  (Es gab mal einen Verein!)

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

  • Die Weservertiefung

Entgegen bekannter Gegengutachten von BUND und GNUU beschloß die SPD den Beginn der Weservertiefung. Die Befürworter arbeiten mit dem Totschlagargument Arbeitsplätze und mit Angst. Krass ist der Begründungsnotstand für die Weservertiefung. „Zeitlich ungebundene und damit tideunabhängige Massengutfrachter bringen Futtermittel“ > häufig gentechnisch verändertes Soja aus gerodeten südamerikanischen Urwaldregionen, für die Erzeugung von Billigfleisch in tierquälerischer Massentierhaltung von Puten, Hühnern und Schweinen. Das soll zukünftig noch billiger werden.

Desweiteren sind einkalkuliert:

  • Gülleüberdüngung
  • Eutrophierung der Nordsee (Nährstoffanreicherung verbunden mit nutzlosen oder schädlichen Wachstum der Pflanzen und Algen)
  • ansteigender Tidenhub > stärkere Strömung für die Naturschutzgebiete von Weser und Wümme
  • die zunehmende Versalzung der landwirtschaftlichen Zuwässerung in der Wesermarsch, die ein 50 Millionen teurer „Generalplan Wesermarsch“ evtl. beheben soll.

In dieser Kürze kann es kaum verdeutlicher werden, dass die Weser mit viel Geld für die Industrie und gegen Mensch und Natur vertieft werden soll, obwohl es den JadeWeserPort und Bremerhaven gibt. Alles nur aus Standortdenke heraus.

http://sdaj-owl.de/uploads/internal/megafon_topic.gif : Störtebeker, komm´zurück,
denn die Pfeffersäcke spieln verrückt.

Bremen: Mercedes-Arbeiter wehren sich gegen Abmahnung und die restriktive Handhabung des Streikrechts

UZ-Interview mit Gerhard Kupfer, Bremen

daimler-bremen-2Am 12. Mai 2015 reichten die Rechtsanwälte Benedikt Hopmann (Berlin), Reinhold Niemerg (Berlin), Gabriele Heinecke (Hamburg) und Helmut Platow (Berlin) beim Bremer Arbeitsgericht eine Klage von 32 Mercedes Arbeitern gegen ihre Abmahnung ein. Die 761 Abmah-nungen waren wegen eines spontanen Streiks der Dauernachtschicht gegen die Auslagerung der Logistik bei Daimler Bremen ausgesprochen worden. weiterlesen