Archiv für den Monat: Mai 2016

Eindrücke und Erlebnisse aus Griechenland

per E-Mail von Hans Georg Hermann an Gerd-Rolf Rosenberger (Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg / DKP Bremen-Nord)

Lieber Gerd-Rolf, aus GR zurück,  zu Hause, leicht blessiert aber einigen Mutes. Die Lager-Erlebnisse waren schlimm, vor allem der Kinderfriedhof auf Lesbos, wo ich in Tränen aufgelöst war. Es ist etwas ganz anderes, darüber zu lesen, als die Katatstrophe vor Augen zu haben: Kühl-Container mit verstümmelten Leichen, die am Strand aufgesammelt wurden. Kinderkörper ohne Arme und Kopf. Junge Männer, die dafür sorgen, dass diese armen Menschen wenigstens einigermassen würdig unter die Erde kommen – mitten in einem Olivenhain, wo die Vögel singen und wunderbare Blumen blühen. Verflucht seien die Politiker, die das zu verantworten haben! Es gibt nichts zu verzeihen, es gilt anzuklagen und Rechenschaft zu verlangen.

Mit festem Gruss, Dein Hansgeorg

Stele erinnert an ehemaliges „Rotes Haus“ am Buntentorsteinweg

Eine Stele des Bremer Vereins „Erinnern für die Zukunft e.V.“ wird künftig an das ehemalige „Rote Haus“ am Buntentorsteinweg 95 erinnern. Das Haus gehörte ab 1924  der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD),  wurde nach der Machtübernahme durch die Hitler-Faschisten beschlagnahmt und als Folterstätte missbraucht. Die Stele wurde am Sonnabend, dem 28. Mai 2016 um 11 Uhr im Rahmen einer gut besuchten öffentlichen Gedenkveranstaltung enthüllt (Grünanlage zwischen dem Haus Buntentorsteinweg 97 und der Postfiliale am Buntentorsteinweg 103). Hauptredner war der bekannte Bremer Rechtsanwalt Heinrich Hannover sowie der Sprecher des Beirats Neustadt, Jens Oppermann. Reinhard Lippelt vom benachbarten Schnürschuh-Theater zitierte aus Zeitzeugenberichten und sein Künstlerkollege Peter Lüchinger von der Shakespeare-Company Bremen rezitierte das antifaschistische Gedicht von Martin Niemöller „Als die Nazis die Kommunisten holten…“ . Die Kommunistinnen und Kommunisten vom Bezirk Land Bremen der DKP ehrten die Veranstaltung mit roten Fahnen, autentischer Musik aus der Zeit und Bilder vom alten KPD-Haus aus dem Archiv des verstorbenen Bremer Kommunisten Uli Konetzka.

Horts Otto von der Initiative verglich die damalige Ausgrenzung von Minderheiten und den Terror gegen Andersdenkende mit den fremdenfeindlichen Parolen von Pediga und AFD  und den Anschlägen auf Flüchtlingsheime.

Diese Stele wird Teil eines Lehrpfad zu „Denk-Orten“ in der Neustadt, so John Gerardu (Verein „Erinnern für die Zukunft e.V.“). Eine erste Stele steht schon in Huckelriede am ehemaligen Zwangsarbeiterlager. Weitere sind geplant am Isenbergheim in der Kornstraße und  an der ehemaligen jüdischen Badeanstalt in der Vohnenstraße.

Im Anschluss an der Veranstaltung waren alle Teilnehmer/innen herzlich von der Kita Hardenberg zu einem gemeinsamen Kaffee eingeladen.

Mehr Infos zum Roten Haus stehen unter diesem Link bereit!

Hier ein Artikel aus dem Stadtteilkurier über Das Rote Haus…

Martin Niemöller über Gemeinschaft

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Bremen: Ermittlungen gegen Manager

Wir dokumentieren: Die Ermittlungen wegen Korruption gegen das Bremer Rüstungsunternehmen Atlas Electronics weiten sich aus. Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt nach Informationen der Rheinischen Post gegen drei Manager der  beiden Mutterkonzerne Thyssenkrupp und Airbus sowie gegen einen Vorstand der Deutschen Telekom wegen Bestechung in Tateinheit mit Beihilfe zur  Steuerhinterziehung. Die beschuldigten Manager hätten es pflichtwidrig unterlassen, bei Atlas Electronics zu verhindern, dass Bestechungsgelder in Richtung Türkei gezahlt wurden, lautet der Vorwurf. Airbus, Thyssenkrupp und die Telekom bestätigen die Ermittlungen gegenüber der „Rheinischen Post“, gehen aber von einer Unschuld der beschuldigten Manager aus / rfn

Protest gegen NPD Kundgebung in Osterholz-Scharmbeck

Am 07.05.2016, am Samstag, ruft die NPD auf zu einer Kundgebung in Osterholz-Scharmbeck. Angemeldet wurde für 15 Uhr, auf dem Marktplatz, um gegen Geflüchtete zu hetzen. Es wird davon ausgegangen, dass die NPD mit ihrem üblichen Tour-Bus auftauchen wird, um vor Ort ihre faschistische  Propaganda zu verbreiten.

Wir rufen dazu auf, dieses braune Treiben in OHZ nicht unkommentiert zu lassen!

Mögliche Abfahrtzeit ab Bremen Hbf. um 13.56 Uhr – Ankunft ca. 13 Minuten später Ankunft in Osterholz-Scharmbeck.

Der 3.Mai 2016

Adieu, Genossen!

Unbenannt Von Klaus Steiniger Rotfuchs, Mai 2016

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Endlich: Verbot sexistischer Werbung soll kommen

imagesSE14SVL2 Von Bernd Müller Sexistische Werbung soll verboten werden …

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Zu guter Letzt:

rfn/ Middelhoff bekommt offenen Vollzug

„Der wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilte frühere Karstadt-Chef Thomas Middelhoff sollte seine Strafe nach Ansicht des Strafrechtsexperten Bernd Maelicke im offenen Vollzug verbüßen. „Für einen Täter wie Middelhoff bedeutet eine solche gemeinnützige Arbeit eine bessere Resozialisierung und Wiedergutmachung als der Freiheitsentzug“, sagte Maelicke der „Welt am Sonntag“ (1. Mai). Middelhoff tritt einen Job als Helfer in einer Werkstatt für behinderte Menschen der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel an, wie die Einrichtung kürzlich bestätigte.“

Eine Mai-Rede 2016

von Dr. Hans-Peter Brenner, stellvertretender Vorsitzender der DKP

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Bild: 1.Mai-Kundgebung 2016 in Bremen-Nord

Auf dem „Internationalen Mai-Fest“, das von einem breiten Bündnis deutscher und ausländischer Organisationen in der Bonner Altstadt traditionell am 1. Mai durchgeführt wird, hielt  Hans-Peter Brenner die folgende Grußansprache:

Solidarität mit den Verfolgten! Gemeinsam kämpfen gegen Kriegsgefahr und für ein besseres Leben für alle! Gemeinsam kämpfen gegen das Kapital!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen,
– während wir hier in Bonn heute vormittag eine von den Größenordnungen sehr überschaubare und vom inhaltlichen und äußeren Ablauf friedliche und friedfertige traditionelle gewerkschaftliche 1.-Mai-Demonstration und Kundgebung erlebten und

– während wir heute Mittag hier in den Bonner Altstadt ungestört unser Internationalistisches Maifest begehen,
kämpfen in vielen Ländern rund um den Globus Arbeiterinnen und Arbeiter für ihr Recht den 1. Mai, den internationalen Kampftag den Tag der Solidarität der Arbeiter und aller Werktätigen, überhaupt begehen zu können.

Von Istanbul hören wir, dass … > weiterlesen

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DGB zählt 390.000 Menschen bei Maikundgebungen

1. Mai – Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse: 1. Mai in Kuba Erster Mai der Einheit und Verpflichtung