Archiv für den Monat: September 2016

masch bremen – „Ausgeträumt?“ Demokratie versus Internet

Dr. Thomas Gebel, Bremen und Thomas Hagenhofer (DKP),  Saarbrücken 

Donnerstag, 13. Oktober um 19:30 Uhr -Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

Seit den Anschlägen von Paris im November 2015 und der durch die herrschende Politik und die Medienberichterstattung geschürten Massenhysterie erfolgen verstärkte Angriffe auf demokratische Rechte in den Staaten der EU. Dies hat auch Auswirkungen auf alle Bereiche des Internet. Geheimdienste und Kommentatoren in den USA erdreisten sich, dem Whistleblower Edward Snowden eine Mitschuld an den Anschlägen zuzuweisen. Ein Verbot von sicherer Internetkommunikation durch Verschlüsselungstechnologien wird wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Die so genannten Anti-Terror-Gesetze, … mehr

Arbeiten bis zum Umfallen

Senioren/innenpolitischen Eckpunkte des DGBDie Zahl der erwerbstätigen Seniorinnen und Senioren hat sich seit 2005 mehr als verdoppelt. Das Rentenniveau sinkt, Armut breitet sich in der Gesellschaft aus, und damit steigt der Druck, weiter zu arbeiten.

Wir Bremer Kommunistinnen und Kommunisten sagen, das gerade junge Menschen mit Sorge auf die Rentenstatistiken schauen und sich um ihre Zukunft und der ihrer Angehörigen sorgen. Kommunistinnen und Kommunisten treten für eine grundlegende Verbesserung der Renten ein. Wir fordern, dass der unsoziale Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag beseitigt wird, die Rente mit 67 als ersten Schritt auf das Renteneintrittsalter mit 65 für Männer und für Frauen auf 63 zurückgeführt wird und dass die Talfahrt des gesetzlichen Rentenniveaus gestoppt werden muss, das Ren­ten­niveau muss als ersten Schritt erst mal wieder auf 53 Prozent angehoben werden!

Weiter dürfen Gelder der Rentenversicherung nicht für Fremdfinanzierungen missbraucht werden – vor allem nicht für den mörderischen Rüstungshaushalt. Wichtig auch, dass endlich eine allgemeine Volksversicherung, die alle arbeitenden Menschen und ihre Angehörigen einbezieht, sowohl als Einzahler als auch als Empfänger.

Doch: Neueste Zahlen der Bundesregierung belegen, dass das Rentenniveau nach 2030 weiter  bis 2045 auf etwa 41,6 abgesenkt wird. Das geht aus Zahlen des Bundesarbeitsministeriums vom 27.09.2016 hervor. Die Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums zeigen auch: Wenn der Trend aufgehalten werden soll, müssten die Beitragszahler mit deutlich höheren Kosten für die Rentenversicherung rechnen.

Diese gegen die Werktätigen gerichtete Politik belastet nicht nur die Rentnerinnen und Rentner, sondern auch die Teile unserer Bevölkerung, die täglich ihre Arbeitskraft zu Markte tragen. Was in vielen Jahren schwer erkämpft und erarbeitet wurde, ist in Frage gestellt. Die Sicherheit bezüglich der Rente ist nicht gewährleistet, denn auch errungene Verbesserungen werden im kapitalistischen System stets durch steigende Preise, Mieten und Dienstleistungstarife, erhöhte Steuern und Sozialbeuträge aufgesogen.

Bei der Rüstung sind sie fix! Für die Rente tun sie nichts!  

Für das Menschenrecht auf eine ausreichende staatliche Rente im Alter und bei Invalidität. Durch angemessene materielle, soziale sowie kulturelle Versorgung und Betreuung alter und arbeitsunfähiger Menschen  –  DKP

Mehr:Rente: Zu Euphorie besteht kein Anlass   /    Bremer Rundschau

masch bremen – Kranke Arbeitswelt

Dr. Wolfgang Hien, Bremen 

Dienstag, 27. Sept. 2016  19:30 Uhr  Villa Ichon, Goetheplatz 4  28203 Bremen

Allenthalben ist von einer ’neuen Arbeitskultur‘ die Rede – von ‚Arbeit 4.0‘. ‚Motivation‘, ‚Produktivität‘, ‚Kreativität‘ lauten die Schlüsselwörter. Doch was steckt hinter diesen Etiketten? Unter Ökonomisierungs- und daraus resultierendem Leistungsdruck nimmt nicht zuletzt der Angriff auf die Gesundheit zu. Wolfgang Hien legt den Finger in die Wunden ‚unserer‘ Arbeitsgesellschaft. Sein Interesse gilt der Untersuchung der Arbeitsstrukturen, die den Menschen krank machen. Dabei zeigt sich: Die ’schöne neue Arbeitswelt‘ ist wenig schön und wenig neu. Bei diesem Befund bleibt er nicht stehen – entwickelt Grundzüge einer anderen Arbeitskultur.

Wolfgang Hien ist Leiter des Forschungsbüros für Arbeit, Gesundheit und Biographie, Bremen, und Lehrbeauftragter der Universität Bremen. 2008 erschien von ihm bei VSA »›Irgendwann geht es nicht mehr‹. Älterwerden und Gesundheit im IT-Beruf«, 2016 ›Kranke Arbeitswelt‹.

Siehe auch: Herrschaft und Ideologie in der ­digitalen Arbeitswelt

731. Friedenskundgung

… der Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg 

Zeit / Ort: Freitag, 23.09.2016 – 17°°Uhr, Ecke Breite Str. / Gerh. Rohlfs Straße, HB-Vegesack

Das Thema: „Zwangsprostitution während des Asien-Pazifik-Krieges“  

Vor 25 Jahren, am 14. August 1991, trat eine ältere koreanische Frau an die Öffentlichkeit und brach als erste ehemalige sogenannte „Trostfrau“ das große Schweigen über die Zwangsprostitution von etwa 200.000 Mädchen und Frauen durch die Japanische Armee während des Asien-Pazifik-Krieges 1937 – 1945. In den asiatischen Ländern, die die Japaner in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts überfielen, hatten sie große Zwangsbordelle eingerichtet, um die Kampfmoral ihrer Soldaten zu stärken. Die jahrelange brutale sexuelle Versklavung ist von der japanischen Regierung bislang jedoch niemals offiziell entschuldigt worden. Überlebende aus ganz Asien fordern seitdem von der japanischen Regierung eine aufrichtige Entschuldigung, gesetzliche Entschädigungen und die geschichtliche Aufarbeitung.

Im Vortrag wird Eva König-Werner auch auf den historischen Hintergrund eingehen, um die Rolle des Kolonialismus von Seiten der europäischen Imperien, einschließlich der USA für Japans Entwicklung aufzeigen. Die Referentin Eva König-Werner hat gerade eine Promotion abgeschlossen über eine kolonialkritische biographische Studie.

Spenden werden gesammelt für die Elektrifizierung von Ärztehäusern mit Solarenergie in den Bergregionen Havannas.

Protest gegen 60 Jahre KPD-Verbot

Veranstaltung des Parteivorstands und des Bezirksvorstands Baden-Württemberg der DKP am 10.09.2016 in Karlsruhe

„Wir leben in einem Unrechtsstaat“

DKP demonstriert für Aufhebung des KPD-Verbots

60 Jahre KPD-VerbotAm Samstag, dem 10. September, demonstrierten 250 Mitglieder und Freunde der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in Karlsruhe, dem Sitz des Bundesverfassungsgerichtes, für die Aufhebung des KPD-Verbots. Vor 60 Jahren hatte das Bundesverfassungsgericht die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) verboten, weil sie Widerstand gegen die von Bundeskanzler Adenauer geplante Wiederbewaffnung der Bundesrepublik organisierte. Auf der Demonstration forderte die Bundestagsabgeordnete Karin Binder („Die Linke“), das KPD-Verbot aufzuheben, an der Demonstration nahm ein Vertreter der verfolgten Kommunistischen Partei der Ukraine teil. mehr

Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker (Che)

Kubas Sieg über Ebola

Ein Beispiel für Solidarität, Fairness & Respekt zwischen den Völkern am Beispiel des Kampfes kubanischer ÄrztInnen gegen Ebola in Afrika
Montag, den 26.9.2016, 19.30 Uhr im Kommunikationszentrum paradox e.V.,                                   28203 Bremen, Bernhardstr. 12 (neben der Lila Eule)

http://news.dkp.suhail.uberspace.de/wp-content/uploads/2013/05/kuba_01.jpgVortrag und Diskussion, eine Veranstaltung der Gruppe Bremen-Cuba:
Solidarität konkret, des BIZ und der Bremer Regionalgruppe der IPPNW) mit Dr. Graciliano Diáz Bartólo aus Santiago de Cuba,Mitglied der Brigade, Henry Reeve, Leiter der „Mission“ in Guinea im Kampf gegen Ebola und Teilnehmer an Einsätzen kubanischer Ärzte in Bolivien.

Das kubanische Programm der internationalen Solidarität , beispielhaft
in der medizinischen Grundversorgung, bei Katastrophen und Epidemien wie kürzlich beim Einsatz gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika, werden regelmäßig von WHO und UNO hoch gelobt. Möglich ist dies v.a. durch den unermüdlichen Einsatz von Kubas Medizinern und dank des vorhandenen politischen Willen des kleinen Landes. Und dies alles trotzder nach wie vor bestehenden völkerrechtswidrigen US-Blockade!

Ban Ki-moon, Generalsekretär der UN, sagte 2014:
„Sie sind immer die Ersten, die ankommen und die Letzten, die abziehen – sie bleiben immer auch nach der Krise im Einsatz. Kuba hat der ganzen Welt eine Menge zu zeigen.“
Kubas medizinisches Hilfsprogramm ist 2015 von Professor Kirk (Dalhousie University, Halifax, Canada) für den Nobelpreis vorgeschlagen worden, leider ohne den gewünschten und verdienten Erfolg.

II

Bremen-Norder sammeln Spenden in Höhe von 1250 Euro für Ölivenölprojekt auf Kreta

Post aus Griechenland: Lieber Gerd-Rolf, guten Abend. Ich habe Dir mitzuteilen, dass die Spende auf meinem Konto angekommen ist. Ich werde sie am 3. Oktober direkt an die Arbeiter weitergeben und ein Foto für Euch machen lassen.

Ich werde ausserdem die Genossen dort bitten, Euch ein kleines Dankeschön in griechisch zu übermitteln, vielleicht auch mit dem Wunsch, den einen oder anderen von Euch vor Ort kennenzulernen. Wir werden im Winter wieder eine entsprechendes Programm anbieten.

Was die Ölprobe anbetrifft*: Ihr könnt auch ein bisschen Meeressalz und etwas Zitrone ins Öl mischen, das schmeckt mit frischem, knusprigen Weissbrot wunderbar…

Solidarische Grüsse an Euch alle, Hansgeorg  und Giorgos

p.s. Ich werde am kommenden Wochenende beim Fest der „Humanité“ sein und dort auch von Euerer unglaublichen Arbeit berichten

  • * Ölprobe am Freitag ab14:00h bei der 730. Freidenskundgebung der Nordbremer Bürger gegen den Krieg – diesmal auf dem Orga-Sommerfest auf dem Schillerplatz beim Doku-Zentrum.

Unsere Ozeane stehen vor dem Kollaps

… und Berichten zufolge breiten sich im Pazifik riesige „tote Zonen“ aus. Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung: Im letzten Jahr wurden weltweit größere Meeresschutzgebiete geschaffen als je zuvor!

Ob unsere Ozeane sterben oder erhalten werden, könnte sich diese Woche entscheiden. Wissenschaftlern zufolge müssen wir nur 30 Prozent unserer Meere unter Schutz stellen, damit sich der gesamte Rest erholt. Genau dieser Plan liegt beim World Conservation Congress in Hawaii auf dem Tisch ― und der startet heute!

Länder mit einer lautstarken Fischereilobby – wie zum Beispiel Japan – sind gegen den Plan. Es liegt also an uns, mit Ihrer Stimme für ein massives Gegengewicht zu sorgen. Es könnte der Wendepunkt für unsere Weltmeere sein ― tragen Sie mit Avaaz eine Million Unterschriften direkt ins Gipfeltreffen hinein:

Die Meere produzieren die Hälfte unseres Sauerstoffs. Doch Überfischung, Verschmutzung und der Klimawandel zerstören die Quelle des Lebens auf unserem Planeten. Wenn wir jetzt nichts tun, könnte der bisherige Umgang des Menschen unter kapitalistischen Produktions- und Profitbedingungen das schlimmste Massenaussterben der letzten 55 Millionen Jahre verursachen.

Nun stimmen 180 Regierungen über einen möglichen weltweiten Maßstab ab: bis 2030 müssen 30 Prozent unserer Ozeane unter Schutz gestellt werden. Die Entscheidung ist wie die meisten bisherigen Umweltmaßnahmen nicht rechtsverbindlich, bildet aber die Grundlage für ein verbindliches Abkommen.

Letztes Jahr wurden größere Meeresschutzgebiete geschaffen als je zuvor — und das infolge massiver öffentlicher Mobilisierung. Wir wissen also, dass unsere Stimmen zählen. Tun wir uns jetzt noch einmal zusammen, damit unseren Meeren nicht der Atem ausgeht:

Sie bedecken 71 Prozent unseres Planeten, beherbergen Tausende von Arten, die wir noch nicht einmal entdeckt haben, und erhalten alles Leben auf der Erde. Das ist die Biologie unserer Meere. Und es ist nahezu unfassbar, dass die Meere sich selber von der Zerstörung heilen können, die der verantwortungslose Umgang der Menschheit anrichtet. Doch dazu müssen wir dem blauen Herzen unseres Planeten Möglichkeiten eröffnen.

Nutzen wir die bescheidene Möglichkeit des Internets um Druck auf die Konferenz auszuüben.

Der rote Kommentator meint: Der Wettlauf um die Ressourcen der Meere und auf den Meeren scheint ungehemmt. Das bis heute von 164 Staaten ratifizierte Seeübereinkommen regelt imGrundsatz die Nutzung der Meeresressourcen, den Seeverkehr, die Fischereirechte, den Meeresum-weltschutz, die Hoheitsgrenzen auf See und v.a. mehr.*  Doch zügellose Profitsucht durchpflügt mit ihren Containerschiffen, wie zum Beispiel das Containerschiff „Rena“** nicht mehr nur die Oberfläche der See, sie nimmt von ihr Besitz und setzt Mensch und Natur eigentlich unnötigen, aber ungeheureren Gefahren aus. Neue Technologien werden geschaffen, um die Grenzen kapitalistischer Okkupation immer weiter und tiefer in die Meere hinein zu verschieben. Das Resultat sind immer größere Katastrophen für Mensch und Natur.

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* Neues zum CO2 – Ausstoß von Seeschiffen – Am 28. April 2015 hat das EU-Parlament eine Verordnung angenommen. Sie verpflichtet Schiffseigner von Seeschiffen von über 5.000 Tonnen unabhängig von ihrer „Heimatflagge“, den CO2 – Ausstoß ihrer Schiffe zu registrierenund regelmäßig Bericht zu erstatten. Doch dies ist Augenwischerei, denn erstens wird der Ausstoß lediglich gemessen und nicht vermindert! Zweitens, warum erst ab 5.000 Tonnen? Bei Hausbrand legt der Schornsteinfeger gehörige Auflagen auf. Und drittens der eigentliche Hammer: Selbst diese völlig unzureichende Verordnung tritt erst zum 1. Januar 2018 in Kraft. Das heißt Begrenzungen können – wenn überhaupt – erst danach eingeführt werden.
** Am 05.10.2011 strandete das mit 1368 Containern und 1700 Kubikmetern beladene Containerschiff „Rena“ vor der neuseeländischen Küste: Aus Zeitgründen wurden die „Kurven geschnitten“, um eine Verspätung einzuholen. So hätte aus banalen Gründen eine gewaltige Umweltbedrohung entstehen können. Dies ist nur ein Beispiel aus der neueren Zeit.