Archiv für den Monat: Dezember 2016

Grafenwöhr: Deutsche Panzergrenadiere bereiten sich auf NATO-Großverlegung nach Litauen vor

 Bild in Originalgröße anzeigen  In der Nähe der bayerischen Stadt und des US-Stützpunktes Grafenwöhr bereiten sich deutsche Truppen auf NATO-Operationen in Litauen vor. Im Juli wurde auf dem NATO-Gipfel in Warschau entschieden, dass „Deutschland die Führung für einen multinationalen Gefechtsverband im Rahmen der Operation ‚Enhanced Forward Presence‘ stellt“. Im Februar wird das deutsche NATO-Bataillion nach Litauen entsandt.

weiterlesen und sehen

Verpackungshersteller Graphic Packaging International (GPI) streicht bis zu 74 Jobs

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/2b/Bremen_38_Hemelingen.svg/300px-Bremen_38_Hemelingen.svg.pngDer Verpackungshersteller Graphic Packaging International aus Bremen- Hemelingen beschert seine MitarbeiterInnen mit massiven Stellenstreichungen. Laut Ver.di sollen von den insgesamt 139 Mitarbeitern bis zu 74 Kolleginnen und Kollegen gekündigt werden.

„Diese 74 Mitarbeiter sollen in eine Transfergesellschaft wechseln. Auch ein entsprechender Sozialplan ist soweit ausgearbeitet – aber noch nicht unterschrieben“, denn es steht noch das entscheidende Votum der Konzernzentrale in den USA aus.

„Sollte eine Entscheidung gegen das Konzept fallen, droht dem Standort Bremen die Insolvenz: Das haben die Amerikaner bereits angekündigt.“

GPI produziert im Stadtteil Hemelingen Verpackungen und Kartons für die Lebensmittel- und die Getränkeindustrie. Die Konzernmutter in Atlanta, Georgia, beschäftigte 2015 über 12.000 Menschen weltweit und erwirtschaftete Umsätze von 4,1 Milliarden US-Dollar (RB).

Die DKP Bremen meint:                                                                                                                                   Der Grund warum es keine gesicherten Arbeitsplätze gibt, wir nicht vor Wirtschafts- und Währungskrisen, vor Arbeitslosigkeit, vor den unsozialen Folgen einer kapitalistisch genutzten Automation, vor Einkommensminderung oder sozialem Abbau geschützt sind, liegt in den Eigentums- und Machtverhältnissen. Denn unter kapitalistischen Produktionsverhältnissen dient die Entwicklung der Produktivkräfte und die Globalisierung allein der Kapitalverwertung. Der wissenschaftlich-technische Fortschritt wird missbraucht, um immer größere Profite für die Eigentümer der Produktionsmittel, die Kapitalisten, zu erzielen. Die Arbeiter und Angestellten werden zu noch schärferer Arbeitshetze gezwungen, Arbeitsplätze werden wegrationalisiert, die Massenarbeitslosigkeit steigt.

Dies wird verstärkt durch das Fehlen echter Mitbestimmung. Wenn von Unternehmerseite immer wieder behauptet wird, dass durch das Betriebsverfassungsgesetz Mitbestimmung gegeben sei, dann ist das irreführend. Wirksame Mitbestimmung im Betrieb und am Arbeitsplatz erfordert mindestens das Verbot der politischen Tätigkeit der Vertreter der Arbeiter aufzuheben und in Personalfragen, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, bei Investitionen, Unternehmenszusammenschlüssen, der Produktions- und Absatzlage, aber vor allem bei der Sicherung der Arbeitsplätze, die Entscheidungen im Interesse der Arbeiter zu treffen.

Solidarität mit den betroffenen GPI-Kolleginnen und Kollegen!

MASCH Bremen: Niederlage und Neustart? Linke Politik in Lateinamerika

Günther Pohl, Essen

(Veranstaltung in Kooperation mit Bremen-Cuba: Solidarität Konkret)

Günter PohlNach den Jahren des Aufschwungs linker Ideen und seiner Stagnation seit gut fünf Jahren, ist mit den Regierungswechseln in Brasilien und Argentinien nun das rechte Rollback in vollem Gange. Aber bedeuten die Wahlniederlagen gleichzeitig auch eine Krise der Linksparteien? War der Wandel weitreichend genug oder wurden Chancen für sozialrevolutionäre Verbesserungen leichtfertig vertan? Welche Möglichkeiten ergeben sich nun für ein Anknüpfen an vergangene Erfolge? Welche Bedeutung haben diese Verschiebungen dabei für das sozialistische Kuba? Nach dem Vortrag ergibt sich Zeit für eine Diskussion.

Referent: Günter Pohl ist Internationaler Sekretär der DKP. Viele Aufenthalte in Lateinamerika. Über die Jahreswende 2016/2017 Reise nach Kolumbien und Cuba. Arbeitsschwerpunkte u.a. Integration Lateinamerikas, zahlreiche Veröffentlichungen u.a. in UZ, jW, ila und lunapark21.

Veranstaltungsdatum und Ort: Donnerstag 19. Januar 2017 um 19:30 Uhr im Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Wer Rentner quält, wird nicht gewählt!

Vor zweieinhalb Jahren beschlossen 35 IGM-Senioren aus den Verwaltungsstellen Flensburg, Kiel, Neumünster und Rendsburg, dass Schluss sein muss mit der unerträglichen Rentenpolitik der letzten 20 Jahre. „Politiker die nichts gegen systematische Altersverarmung unternehmen, sind für uns nicht wählbar!“ heißt es in dem Aufruf, mit dem sie eine Unterschriftensammlung gestartet haben. Mittlerweile haben 15 000 Menschen diese Erklärung unterzeichnet.

Die UZ sprach mit Reiner Heyse, einem der Initiatoren.

weiterlesen

Gelungene Jahresabschlussfeier des DKP Bezirks Bremen

Heute, am 11. Dezember 2016, fand die traditionelle Jahreabschlussveranstaltung des DKP Bezirks Bremen mit vielen Freundinnen und Freunden, Genossinnen und Genossen im Nachbarschaftshaus Helene Kaisen in Bremen Gröpelingen statt.

http://dkp-hessen.de/wp-content/uploads/2016/03/336992_preview-241x300.jpgDie Moderatorin Claudia Paliwoda führte durch die Veranstaltung mit dem Bremer Kommunisten Willi Gerns, der in seinem Beitrag wichtige Fragen unserer Zeit ansprach, darunter die Frage Krieg und Frieden; mit Silvia (Tochter der Gingolds) und Joscha Gingold (Enkel), die beide aus dem Buch ihres Vaters/Großvaters dem Widerstandskämpfer Peter Gingold „Paris – Boulevard St. Martin No. 11“ vorlasen. Aufgelockert wurde die Lesung mit Joscha Gingold (Gitarre) sowie seinem Klarinettisten, die jüdische Lieder spielten.

In der Pause hatten die 76 Besucher Gelegenheit zu Klönschnack und zum Erwerb von kleinen Weihnachtsgeschenken beim Stand des Bremer Solidaritätsbasars und beim Bremer CD-Versand Jump Up.

Die Veranstaltung war in einer Atmosphäre der Solidarität und des Mitfühlens mit den Erlebnissen von Ettie und Peter Gingold eingehüllt. Man spürte mit welcher Rührung und wie viel Beifall diese Geschichte aufgenommen wurde, weil sie auch zeigt, wo man im Alltagsleben Gelegenheit findet, einzugreifen und Verbündete zu finden.

In der Solidarität und Gemeinsamkeit liegt die Kraft zur Veränderung der Verhältnisse.

______________________________

Zu Peter Gingold

Als Peter Gingold am 8. März 1916 in Aschaffenburg als Sohn einer aus Polen emigrierten jüdischen Familie geboren wurde, existierte noch das deutsche Kaiserreich.
 Bild in Originalgröße anzeigen In der Zeit des darauf folgenden ersten Versuchs einer bürgerlichen Republik gehörte er, inzwischen in Frankfurt am Main lebend, zu denjenigen Jugendlichen, die sich mutig und gemeinsam dem drohenden Faschismus in den Weg stellten. Dafür, dass das angekündigte tausendjährige Reich nach zwölf Jahren an der Macht zerschlagen wurde, kämpfte Peter Gingold mit aller Entschlossenheit im Exil in der französischen Résistance. Nach der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945 kehrte er nach Frankfurt zurück und setzte sich als Kommunist und Antifaschist (Mitbegründer der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) mit aller Kraft für ein demokratisches und antifaschistisches Deutschland ein. Auch die erneute Verfolgung nach dem Verbot seiner Partei, der KPD, oder die zeitweise Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft konnten ihn so wenig beugen wie die Folter der Faschisten. Die Lehren seines Kampfes gegen den Faschismus, die Notwendigkeit eines entschlossenen Zusammenstehens gegen jedwede faschistische Entwicklung, vermittelte er als DKP-Mitglied und Zeitzeuge vor ungezählten Schulklassen und Jugendgruppen, auf Demonstrationen und Kundgebungen im ganzen Land. Wo auch immer er gebraucht wurde, war er zur Stelle. An diesen Menschen, an seine Erfahrungen, an seine Lehren und seine, viele Menschen tief beeindruckende Freundlichkeit wollen wir mit einer Matinee anlässlich seines 100. Geburtstages erinnern.

Die Bremer Kommunistinnen und Kommunisten laden ein …

zur Jahresabschlussveranstaltung der DKP Bremen

 Bild in Originalgröße anzeigen                                                                                                                                     Sonntag, 11. Dezember 2016 │ 15:00 Uhr

  • Silvia Gingold liest aus dem Buch ihres Vaters

Ort: Nachbarschaftshaus Helene-Kaisen, Beim Ohlenhof 10, um 15:00 Uhr.

Unkostenbeitrag: 6€ bzw. 3 €, incl. Kaffee und Kuchen

sofortprogramm-visual-web-2016-2

Gedenken an Fidel in Bremen

Anlässlich des Gedenkens an den historischen Führer der kubanischen Revolution, Fidel Castro, hielt unser Genosse Eduardo Barahona folgende Rede, die wir hier in spanischer und deutscher Sprache veröffentlichen:

Fidel presente, ahora y siempre

Con enorme tristeza y conmocionados estamos recordando al fallecido Comandante Fidel  Castro Ruz, líder de la Revolución Cubana y referente indiscutible del movimiento revolucionario mundial.
Aún sabiendo de su delicado estado de salud, no dejó de impactarnos profundamente su muerte. Un hombre digno y un revolucionario coherente que dedicó gran parte de su vida a  luchar, con dignidad y valentía, por su amado pueblo y por la paz y la libertad en el mundo entero.
El Comandante Fidel Castro lideró desde su juventud un proceso libertario, independentista, martiano, soberano y revolucionario por la libertad de Cuba  y luego por la construcción del socialismo, garantizando derechos fundamentales del pueblo cubano. Fidel actuó siempre con arrojo, lealtad, convicción, valentía, honestidad y modestia.
También Fidel contribuyó tempranamente al desarrollo de procesos de emancipación e independencia de pueblos del mundo, con un sentido internacionalista y solidario indiscutible, dando el apoyo, por ejemplo, a los pueblos vietnamita, angolano, palestino, centroamericano, y de muchos  otros lugares del mundo.
En estas horas de tristeza y dolor, quieremos expresar que Fidel permanecerá vivo en  nuestras luchas, con su legado intelectual, su pensamiento revolucionario, su consecuencia en la justa lucha, su dignidad y sus principios internacionalistas: Fidel Castro se ha ganado una presencia indiscutible  en los procesos que demandan justicia social, igualdad, soberanía y los derechos del pueblo.
Fidel se ha ido fisicamente, pero siempre estarà presente puès con èl hemos ganado una historia de ejemplos y sabidurìa. La historia de Fidel es indescriptible, por lo que no podemos describirlas apenas con palabras.
El usò toda su sabidurìa, conocimientos y su enorme capacidad de lider y dedicaciòn para construir  a lo largo de la dècada de lo años 60,un pueblo unido y organizado, que se ha transformado en imbatible, enfrentando a las fuerzas economicas y militares màs poderosas del siglo 20:  El capital de los Estados Unidos.
Fuè asì como ademàs èl hizo que ese pueblo se convirtiera en el màs solidario del mundo, ayudando siempre a muchos paises a luchar contra la opresiòn y la explotaciòn, sobre todo en Latinoamerica y Africa, pero tambièn a otros paises que sufren grandes catàstrofes, enviando ayuda medica y sanitaria
Fidel es parte ya de la historia de la Humanidad, de las luchas revolucionarias, de las gestas libertarias y emancipadoras, de la historia de su querida Cuba y del mundo.
Por eso y mucho màs debemos para Fidel usar este bello dicho „los que lucharon por la vida no se deben llamar muertos“
!Hasta la Victoria Siempre! querido comandante.

Fidel presente, ahora y siempre

Traurig und bewegt nehmen wir Abschied von Fidel Castro Ruz. Er war nicht nur Comandante und Führer der kubanischen Revolution sondern zweifellos ein großes Vorbild für die weltweite revolutionäre Bewegung.
Obwohl sein angegriffener Gesundheitszustand bekannt war, hat uns sein Tod tief getroffen. Ein Leben voller Würde ist zu Ende gegangen. Es war vor allem Anderen dem mutigen Kampf für Freiheit und Frieden in Kuba und der gesamten Welt gewidmet.
In der Tradition von José Martí führte Comandante Fidel Castro seit seiner Jugend den revolutionären Prozess für die Befreiung, Unabhängigkeit und Souveränität Kubas und den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft an, die dem kubanischen Volk erst grundlegende Rechte garantierte. Immer zeichnete er sich dabei aus durch Elan, Mut, Treue zu seinen Überzeugungen, Ehrlichkeit und Bescheidenheit. Seine unerschütterliche internationalistische und solidarische Haltung ließ ihn auch schon früh zu dem internationalen Emanzipations- und Befreiungsprozess beitragen. Als Beispiele soll nur seine Unterstützung für die Völker in Vietnam, Angola, Palästina und Zentralamerika  genannt werden.
In diesen Stunden der Trauer und des Schmerzes wollen wir zum Ausdruck bringen, dass Fidel in unseren Kämpfen immer lebendig bleiben wird mit seinem intellektuellen Erbe, seinem revolutionären Anspruch, seiner Konsequenz im gerechten Kampf, seiner Würde und seinen internationalistischen Prinzipien: auch wenn er physisch von uns gegangen ist, wird er in den Bewegungen der Völker für soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Souveränität und Menschenrechte weiter präsent sein, denn durch ihn haben wir einen großen Schatz an Beispielen und Weisheiten gewonnen.
Fast scheint es unmöglich, die Geschichte von Fidel in Worte zu fassen. Er nutzte seine Weisheit und Kenntnisse, seine enormen Führungsqualitäten und seine Hingabe dazu,  im Laufe der sechziger Jahre das kubanische Volk zu einen und zu organisieren, so dass es schließlich siegreich hervorging aus der Konfrontation mit den mächtigsten ökonomischen und militärischen Kräften des 20. Jahrhunderts, dem Kapital der USA, und später als größtes Beispiel für Solidarität anderen Völkern im Kampf gegen Unterdrückung, Ausbeutung und die Auswirkungen von Katastrophen beistand, vor allem in Lateinamerika und Afrika.
So ist Fidel bereits Teil der kubanischen und weltweiten Geschichte der Menschlichkeit, der Befreiungsbewegungen und der revolutionären Kämpfe. Deshalb wollen wir ihn ehren, indem wir sagen: Diejenigen, die für das Leben kämpften, werden immer lebendig bleiben.
!Hasta la Victoria Siempre! querido comandante.

»Der gehört doch zu uns«

junge welt 3.12.2016

»1968« politisierte und radikalisierte ihn. Mehr und mehr wandte er sich der Arbeiterklasse zu. Zum 85. Geburtstag des Liedermachers, Bänkelsängers und Schriftstellers Franz Josef Degenhardt

Im Zuge der allgemeinen Politisierung der Jugend und der Zunahme der Klassenauseinandersetzungen in Gestalt der Streikbewegungen während der Rezession von 1966/67 wurden die Liedtexte des am 3. Dezember 1931 geborenen Franz Josef Degenhardt merklich direkter, näherten sich der Wirklichkeit an. Mit seinen beiden früheren Schallplatten … weiterlesen > der-gehoert-doch-zu-uns