Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Als Ende Oktober 1939 die faschistische Anordnung zur Ausrottung „lebensunwerten Lebens“ offiziell durch Hitlers-Reichsorgane erlassen wird, ist die systematische Massentötung behinderter Kinder schon in vollem Gange. Vom „Gnadentod“ ist zynisch die Rede, tatsächlich werden mehrere Tausend Menschen ermordet – durch Medikamente, Nahrungsentzug oder quälende medizinische Tests. Auch in Norddeutschland fallen etliche Kinder und später Erwachsene der „Euthanasie“ zum Opfer.

Bremen: Mahnmal im Park des Klinikums Bremen-Ost

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/56/Irrstern_-_Marikke_Heinz-Hoek_2000-3.jpg/220px-Irrstern_-_Marikke_Heinz-Hoek_2000-3.jpgZwischen 1938 und 1944 wurden fast 1.000 Patientinnen und Patienten der Nervenklinik in Bremen, der Vorgängerin des Klinikums Bremen-Ost, im Rahmen der so genannten „Euthanasie“ in andere Anstalten verlegt. Über 700 Menschen wurden Opfer der menschenverachtenden Psychiatrie und Gesundheitspolitik im Hitler-Faschismus. Die meisten von ihnen starben in Tötungsanstalten wie Hadamar und Meseritz, einige auch in der Bremer Nervenklinik, eines gewaltsamen Todes. 2.665 Männer und Frauen aus Bremen wurden zwangssterilisiert. Die Folgen dieser Eingriffe und der damit einhergehenden sozialen Diskriminierung greifen bis heute. (KulturAmbulanz)

An dieses Unrecht soll das zweiteilige Mahnmal Fenster des Himmels und IRRSTERN erinnern.