Archiv für den Monat: März 2017

Aufrüstung: Einigkeit bei Merkel/Trump

2%

Bundestagswahl 2017Angela Merkel und Donald Trump sind sich total einig: Deutschland soll viel mehr Geld für Militär ausgeben, nämlich bis 2024 auf Militärausgaben in Höhe von 2% vom Bruttoinlandsprodukt BIP kommen. Das deutsche BIP betrug 2016 rund 3,13 Billionen Euro. 2% davon sind 62,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2016, wo die deutschen Militärausgaben 35,1 Millarden Euro betrugen, bedeutet das eine Steigerung um 27,5 Milliarden Euro oder 78%.

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Block der DKP. Foto: RedGlobe

Masch Bremen: 100 Jahre Oktoberrevolution

mit Gerrit Brüning

Als vor fast 100 Jahren der Panzerkreuzer Aurora mit einem Kanonenschuss das Signal zur Erstürmung des zaristischen Winterpalais gab, war dies zugleich der Beginn der sozialistischen Oktoberrevolution. Mit dieser erhob sich erstmals seit der Pariser Kommune von 1871 das einfache Volk – die Arbeiter, Soldaten und Bauern – gegen das kapitalistische System und dessen bürgerliche Regierung.
Nachdem infolge der revolutionären Kämpfe der Petersburger Arbeiter- und Soldatenrat die politische Macht an sich gerissen und dem II. Allrussischen Sowjetkongress übergeben hatte, formte dieser aus den Reihen der bolschewistischen Partei die erste sozialistische Regierung der Welt, den Rat der Volkskommissare. Die Etablierung dieser Räteregierung und die Durchsetzung der ebenfalls auf dem II. Allrussischen Sowjetkongresses beschlossenen Dekrete führten zunächst zu einer Enteignung der Gutsbesitzer und der Übernahme des Landes durch die Bauernschaft, zur Beendigung der russischen Teilnahme am Ersten Weltkrieg und zu einer stärkeren nationalen Souveränität der vormals durch das Zarenregime unterdrückten Völker. Zugleich wurde aber auch der Grundstein für den Aufbau des Sozialismus und dessen Aufstieg zur Weltmacht gelegt.
In dieser Veranstaltung soll eine Einführung in die Geschichte der Oktoberrevolution gegeben, aber auch diskutiert werden, was einhundert Jahre später von dieser geblieben ist und was wir heute aus den Ereignissen von damals lernen können.

Gerrit Brüning studiert Geschichte an der Universität Bremen und ist DKP Bezrksvorsitzender in Bremen

Veranstaltung am 21. März 2017 im Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Ergänzend: Über das universale Prinzip des von der Oktoberrevolution begonnenen geschichtlichen Prozesses

Die Partei der Neidischen

Die Alternative für Deutschland (AfD) zwischen Sozialdemagogie und Neoliberalismus

Ob Du viel hast oder wenig, suggeriert die AfD in ihrem Entwurf des Bundestagswahlprogramms (1), mit uns kriegst Du mehr. Das sparen wir dann bei „den anderen“ ein, denn die haben es nicht verdient. Damit geht die AfD den Weg aller rechtsextremen Parteien, die den WählerInnen alles versprechen, was sie hören wollen. Mit solcher Demagogie sollen Menschen für ein durch und durch nationalistisches Projekt gewonnen werden. mehr

Roter SternIn eigener Sache: Die in unserem Bildungs- und Diskussionsplan geplante Veranstaltung zum Thema AfD am 15. März fällt leider aus.

Am 8. März für mehr Personal

Wera Richter zum Internationalen Frauentag und den Kampf der Klinikbeschäftigten

Wera Richter ist stellvertretende Vorsitzende der DKP

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Die Seifenoper geht weiter. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat noch eine Gerechtigkeitslücke entdeckt: Gleichberechtigung für Frauen und Männer in West und Ost. Es muss nicht verwundern, wenn seine Agenda-2010-Partei zum Internationalen Frauentag mit roten Nelken aufwartet … mehr

 

Grundsätzliches: Das Patriarchat ist die Herrschaft der Männer über die Frauen. Diese gab es schon vor dem Kapitalismus. Im Kapitalismus erhält sich das Patriarchat, weil Kapital und Staat die Reproduktion der Arbeitskraft zur Privatsache erklären. Du musst selbst schauen, wie du Erholung und Kindererziehung mit knapper Freizeit und mickrigem Lohn hinkriegst. Der Staat hat das Patriarchat für sein Interesse an der Reproduktion der Arbeitskraft instrumentalisiert, indem er die Frau für die Rolle der Mutter und Hausfrau eingespannt hat. Und nun schenkt er ihr die „Emanzipation“, die bedeutet, dass sie nicht nur vom Mann, sondern auch noch vom Kapital geknechtet wird.

Wenn auch heute etwas entschäft, haben Männer gemäß der patriarchalen Ideologie ein Recht auf Reproduktionsarbeit, privates Glück und sexuelle Befriedigung, auch gegen den Willen der Frau – innerhalb der romantischen Zweierbeziehung, aber auch außerhalb von ihr. Sexuelle Gewalt wird gegen Frauen in der Beziehung, in der Familie, im Freundeskreis oder gegen Fremde guten Gewissens praktiziert, denn der Mann habe ein Recht auf die rücksichtslose Durchsetzung seines Begehrens, und aus vielfachen Gründen sei immer die Frau Schuld.

Diese Form der Unterdrückung der Frau wird im Kapitalismus weiter existieren. Kein individuell anderes Verhalten kann daran etwas ändern.  Weltweit kämpfen tausende Frauen Seite an Seite mit ihren männlichen Kollegen und Genossen gegen das Patriachat, den Kapitalismus und den Imperialismus. Lasst uns diesen Kampf auch wieder in Deutschland gemeinsam führen! Stärken wir mit unserem gemeinsamen Kampf die kleiner gewordene demokratische Frauenbewegung mit ihrer Vielseitigkeit. Mit den gewerkschaftlich organisierten und orientierten Kolleginnen, die sich als autonom verstehenden Frauengruppen mit verschiedenen Anschauungen, Sozialdemokratinnen, Kommunistinnen, linke, grüne und christliche Frauenzusammenschlüsse. Trotz beträchtlicher weltanschaulicher und politischer Unterschiede gibt es innerhalb der Frauenbewegung immer noch zahlreiche Gemeinsamkeiten.

Mit ihrem Verständnis von Frauenpolitik steht die DKP seit ihrer Gründung in der Tradition der revolutionären Arbeiter-und Frauenbewegung, deshalb sind ihre Hauptadressatinnen die Frauen der Arbeiterklasse. In diesem Sinne gratulieren wir nicht zum „Weltfrauentag“, sondern zum Kampftag für Frauenrechte, dem Internationalen Frauentag.

In 170 Jahren sind wir gleichberechtigt

Sonntag, den 05. März 2017

Bildergebnis für DKP FrauentagVeranstaltung des DKP Bezirks Bremen anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März im Nachbarschaftshaus Helene Kaisen, Ohlenhof 10, Bremen, Beginn 15:00 Uhr. Kosten: 6,00 / erm. 3,00 Euro.

Mit kulturellen Beiträgen, kurzen Referaten zur Lage der Frau, Kaffee & Kuchen nebst Informationsständen, z.B. vom politischen Bremer  CD-Versand Jump Up.

 

Was sind Frauen wert?

get_imgHeute sind Frauen doch gleichberechtigt. Nur Einparken, das können sie einfach nicht. Aber mit Kindern und so, in der Familie, da sind sie den Männern weit überlegen. Ganz weit, weshalb sie auch besser gleich die ganze Hausarbeit übernehmen.
Wie gleichberechtigt Frauen in unserer Gesellschaft wirklich sind, sieht man immer noch am besten an der Bezahlung. In Deutschland verdienen Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger als Männer – für die gleiche Arbeit. Gleichzeitig sind viel mehr Frauen als Männer in Niedriglohnjobs oder in Teilzeit. Da wundert man sich nicht mehr, dass reaktionäre Rollenbilder bei uns wieder an Bedeutung gewinnen.
Sie wollen sich nicht auf eine Rolle als Hausmutti oder Sexobjekt reduzieren lassen? Genauso viel verdienen wie die männlichen Kollegen? Sie finden, dass Kindererziehung auch eine gesellschaftliche Aufgabe ist?
Dann wünschen wir Ihnen alles Gute zum Internationalen Frauentag am 8. März.

GHB will einigen hundert Beschäftigten kündigen

Bremen und Bremerhaven: Der Gesamthafenbetriebsverein wird wahrscheinlich bis zu 600 Kolleginnen und Kollegen im Vertrieb auf die Straße setzen. Diese Abteilung soll lt. Geschäftsführung nicht rentabel arbeiten.

Nach Angaben der Geschäftsführung hatte dieser Bereich bis zu 300.000 Euro Minus im Monat gemacht. Nach betrieblichen Angaben liegen die Gründe bei der BLG: Das liegt unter anderem an dem Hauptauftraggeber, dem Hafenbetrieb BLG. Der hatte sehr viele Mitarbeiter des Gesamthafenbetriebsvereins beschäftigt. Jetzt greift er aber immer öfter auf billigere private Zeitarbeitsfirmen zurück, so dass es für die GHB-Mitarbeiter keine Arbeit mehr gibt.

Gemunkelt wird, dass in Bremen an die 500 Arbeitsplätze vernichtet werden. Bis zu 300 Mitarbeiter könnten von der BLG Logistikgruppe fest übernommen werden, allerdings, so Betriebsrat-Kollege Baser, zu schlechteren Bedingungen.

Das ist die Wahrheit dieses Systems, das auf Ausbeutung der Arbeitskraft beruht. Das ist die Wahrheit dieses Systems, die als Triebfeder nur den Profit kennt. Statt an die Gehälter und Provisionen der Bosse und Spitzenmanager zu gehen, muss wieder einmal der Arbeiter herhalten. 300 Kolleginnen und Kollegen können weiterbeschäftigt werden, aber natürlich nur mit weniger Lohn.

Und ihnen bleibt nichts anderes übrig: Denn erst kommt die Arbeitslosigkeit mit noch weniger Geld, dann Hartz IV. Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, umso geringer wird die Chance, wieder eine gut bezahlte und dauerhafte Beschäftigung zu finden; umso mehr singt der Lebensstandard; umso größer wird die Gefahr, dass Mutlosigkeit und Verzweiflung die Oberhand gewinnen.

Die Arbeitslosigkeit ist die schlimmste soziale Geißel des kapitalistischen Systems, denn sie hat tiefgreifende Auswirkungen auf die materielle und psychische Situation der davon betroffenen und ihrer Familien. Da hilft auch kein Sprücheklopfer a`la Martin Schulz, der in Wahlkampfzeiten den Arbeiter, den kleinen Mann wiederentdeckt, um an die Spitze zu kommen.

Kolleginnen und Kollegen, organisiert und wehrt euch!

SOLIDARITÄT MIT DEN GHB-KOLLEGEN!