12 Euro nicht durchsetzbar?

Manfred Dietenberger zum Mindestlohn | UZ-Ausgabe vom 23.11.2018

Im August 2004 mahnte der damalige IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters mit Blick auf die Mindestlohndiskussion im Handelsblatt: „Die Erfahrungen der Geschichte haben uns gelehrt, die Finger davon zu lassen. Wir stehen einem gesetzlichen Mindestlohn skeptisch gegenüber“ und weiter: „Die Lohnpolitik muss den Tarifparteien vorbehalten bleiben.“ Heute, in Zeiten grassierender Tarifflucht und schwindender gewerkschaftlicher Gegenmacht, kann auf die Krücke Mindestlohn anscheinend nicht verzichtet werden. Und so hat das Bundeskabinett jüngst beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro um 35 Cent auf 9,19 Euro pro Stunde zu erhöhen. In einem weiteren Schritt wird der Mindestlohn ab dem Jahr 2020 auf 9,35 Euro angehoben. weiterlesen