Deutliches Signal für bessere Gehälter und mehr Personal!

Über 900 Beschäftigte von Bremer und Bremerhavener Schulen im Streik

von Chr. Gloede auf GEW-hb.de

Über 800 Beschäftigte aus den Bremer Schulen folgten dem Aufruf der Gewerkschaften. Sie streikten und demonstrierten für 6% mehr Lohn und insbesondere für eine gerechtere Eingruppierung angestellter Lehrkräfte und pädagogischer Mitarbeiter*innen an Schulen. Beschäftigte der Senatorin für Kinder und Bildung waren ebenso aufgerufen wie Mitarbeiter*innen Freier Träger, hier insbesondere Fachkräfte für Inklusion (Martinsclub) und der Ganztagsbetreuung (ASB). In Bremerhaven legten knapp 100 Schulbeschäftigte die Arbeit nieder.

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Trommeln für den Frieden: Musikalische Solidarität mit Venezuela

Szene aus dem Video. Screenshot: RedGlobe / Youtube
Szene aus dem Video. Screenshot: RedGlobe / Youtube

Mit einem Lied solidarisiert sich der populäre kubanische Sänger Raúl Torres angesichts der ständigen Aggressionen und Kriegsdrohungen der USA gegen Venezuela mit dem südamerikanischen Land. »Tambores de la Paz« soll Teil einer internationalen Kampagne des von Caracas aus sendenden Fernsehkanals TeleSur gegen die Kriege in der Welt sein.

Torres ist bekannt für Titel wie »El regreso del amigo«, das nach dessen Tod zur Erinnerung an den Comandante Hugo Chávez erschien, dem Fidel Castro gewidmetem »A través del sol« oder »Candil de nieve«, »Se fue« und »Regresamos todo«.

An der Kampagne »Trommeln des Friedens« sollen alle Menschen teilnehmen können, die für die Souveränität der Völker eintreten. Sie sollen dazu ein Video aufnehmen, in dem eine Strophe des Liedes singen – auf der Straße, dem Sportplatz, zu Hause oder an einem wichtigen Platz seines Herkunftslandes. Diese Videos sollen an TeleSur geschickt werden, von wo sie in den sozialen Netzwerken und Programmen des Senders verbreitet werden.

In dem Originalvideo wird Raúl Torres begleitet von Yulaysi Miranda, Karel García und dem Rapper Alex Alday. Am Chor nehmen teil: Fabiana Pérez, Melina Torres, Danasy Olivera und das Duo Indiana yund Rodín. An den Instrumenten spielen Jorge Kendry, Lester Domínguez, Eduardo Corcho und Ana Karla Recio sowie Torres selbst.

Quelle: Red Globe

Klimastreik in Osnabrück

Schülerinnen und Schüler streiken in Osnabrück (erneut) fürs Klima

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Pressemitteilung von “Fridays for Future” Osnabrück.

Am Freitag, den 15. Februar streiken in Osnabrück Schülerinnen und Schüler für eine konsequente Klimapolitik. Der Streik beginnt um 10 Uhr am Platz der Deutschen Ein-heit. Ab 13:30 Uhr beginnt der Demozug.

In vielen Städten in Deutschland und der ganzen Welt treten Schülerinnen und Schü-ler, Studierende und junge Menschen für ein Umdenken in der Klimapolitik in den Streik. Nachdem vergangenen Freitag über 20.000 junge Menschen für eine konse-quente Klimapolitik auf den Straßen Deutschlands waren, appellieren sich auch in dieser Woche erneut an die Verantwortung der Politikerinnen und Politiker für unser aller Zukunft und die des Planeten.

Inspiriert von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Frei-tag vor dem schwedischen Parlament für eine konsequente Klimapolitik streikt, streiken seit Dezember tausende Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland. Auch in England, Canada, den USA, Belgien, der Schweiz, Australien, Uganda und vielen wei-teren Ländern weltweit folgen junge Menschen dem Vorbild Gretas.

„Die Politikerinnen und Politiker können die Verantwortung nicht auf die einzelnen Menschen schieben. Es reicht nicht aus, so nachhaltig wie möglich zu leben, wenn gleichzeitig Braunkohle verstromt und Massentierhaltung subventioniert wird.“, erklärt eine Schülerin aus Osnabrück.

Warnstreik im Bremer Stahlwerk

Bildergebnis für Stahlarbeiter Bremen-IG Metall1.000 Hüttenarbeiter_Innen sind einem Aufruf der IG Metall gefolgt und haben heute das Bremer Stahlwerk von Arcelor Mittal für mehrere Stunden bestreikt, damit sich Druck im Tarifstreit der nordwestdeutschen Stahlindustrie aufbaut. Bis jetzt beteiligten sich über 7.500 Kolleginnen und Kollegen im Bezirk Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Die IGM hat u.a. sechs Prozent mehr Lohn und 1800 Euro zusätzliches Urlaubsgeld, das bei Bedarf in freie Tage umgewandelt werden kann für die  Kolleginnen und Kollegen  gefordert. Das Stahlwerk ist mit 3000 Beschäftigten nach wie vor eines der größten Betriebe in Bremen.

Von Seiten der Eigentümer wurde in den bisherigen drei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt, was eigentlich nicht überrascht. Die Damen und Herren der Konzernetagen arbeiten ja auch nicht im Schichtdienst und kennen die hohen gesundheitlichen Belastungen der  Hüttenarbeiter  nicht. So treten Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen und Rückenschmerzen häufiger auf als bei Beschäftigten mit Arbeitszeiten zwischen 7 und 19 Uhr. Wer über längere Zeit Schicht arbeitet, hat zudem ein höheres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, ist anfälliger für depressive Stimmungen und Angstzustände und läuft Gefahr, an Burnout zu erkranken. Darum wundert es nicht, dass die Beschäftigten Entlastungsmöglichkeiten fordern. Die zusätzliche Urlaubsvergütung soll daher in freie Tage umwandelbar sein.“

Knut Giesler, Bezirksleiter IG Metall Nordrhein-Westfalen und Verhandlungsführer: „Der wirtschaftliche Aufwärtstrend in der Stahlindustrie hält an. Die Kapazitätsauslastung lag in diesem Jahr um die 90 Prozent und nähert sich den Durchschnittswert von vor der Krise (91 Prozent) an. Auch die Preise, die erzielt werden können, steigen deutlich. So lag der mittlere Stahlpreis für Warmband zuletzt bei 568 Euro. Das sind rund 80 Prozent mehr als noch vor 3 Jahren. Diese gute wirtschaftliche Lage drückt sich in der Forderung von 6 Prozent und der Einführung einer tariflichen Urlaubsvergütung aus. Die Beschäftigten wollen an dem, was sie erwirtschaften, teilhaben. Angesichts der guten wirtschaftlichen Situation in der Branche ist das auch machbar.“

Am 18.02.2019 sollen die nächsten Gespräche stattfinden. Erst dann will die IG Metall entscheiden, ob es weitere Protestaktionen gibt, dann selbstverständlich erneut in Bremen, um die Löhne und Gehälter der Beschäftigten steigen zu lassen. Die Streiks der Tarifrunde haben bereits in der vergangenen Woche begonnen. In der nordwestdeutschen Stahlindustrie arbeiten rund 72.000 Menschen.

Profite und Dividende steigen weit schneller als Löhne und Gehälter, darum: Für 6 Prozent mehr Lohn, sowie 1800 Euro Urlaubsgeld – was in freie Tage umwandelbar sein muss – zur Verbesserung der Lebensverhältnisse!

Um die Attraktivität der Eisen- und Stahlindustrie gerade auch bei jungen Menschen hoch zu halten und einem Fachkräftemangel in dieser Branche vorzubeugen, wurde eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sowie die Vereinbarung einer Verhandlungsverpflichtung zu Dual Studierenden gefordert. Die zusätzliche Urlaubsvergütung für Auszubildende soll 600 Euro betragen.

„Wir wollen die volle Durchsetzung unserer Forderungen und dem Vorstand zeigen, mit wem er sich anlegt.“

Solidarität mit den Hüttenarbeitern und der IGMetall!

 

Bremerhaven braucht vier neue Schulen

… und Public-Private-Partnership soll die Lösung sein
Kluges Finanzierungsmodell? oder: Gefahr für die Stadtkasse

Der Investitionsstau in den deutschen Kommunen beträgt rund 159 Milliarden Euro, wie der „Deutsche Städte und Gemeindebund“ vor kurzem betonte. Diese Zahl ist gewaltig und, da der Trend seit langer Zeit stets nach oben zeigt, auch noch eher zu niedrig als zu hoch gegriffen. Konkret wird diese Summe bei einem Rundgang durch unsere Städte und Gemeinden.

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