Bosch-Vorstand vernichtet Arbeitsplätze

Arbeiterinteressen und Profitinteressen sind grundsätzlich nicht vereinbar

 

 

 

 

 

 

 

Der Vorstand des Autozulieferer Bosch will  das Werk in Bremen schließen. Hier produzieren die Kolleginnen und Kollegen Lenksäulen. Übrigbleiben soll lediglich die Entwicklungsabteilung mit 30 Arbeiter_innen. Das Bremer Werk wird aus profitwirtschaftlichen Gründen dicht gemacht. Der Bremer Geschäftsführer Delhey erklärte in den Bremer Nachrichten vom 25.10.2019, dass nicht mehr zu wettbewerbsfähigen Preisen produziert werden kann. Die Produktion wird deshalb nach Eger in Ungarn verlagert um z.B. Lohnkosten plus Lohnnebenkosten etc. zu sparen.  Der zuständige IGM-Sekretär Volker Stahmann sprach in den BN von einer Katastrophe für den Bremer Standort von Bosch, ihm zu folge sind die elektrischen Lenksäulen die Zukunftstechnologie.

Wir Kommunisten meinen, es sei  unverständlich, dass die Produktion im Bremer Bosch-Werk eingestellt wird. Bosch macht weltweit saftige Umsätze und Profite um andere Bereiche, die mal nicht den Profit vermehren locker stützen zu können. Wir wissen aber auch, dass unter kapitalistischen Produktionsverhältnissen die Entwicklung der Produktivkräfte und die Globalisierung allein der Kapitalverwertung dienen. Der wissenschaftlich-technische Fortschritt wird missbraucht, um immer größere Profite für die Eigentümer der Produktionsmittel zu erzielen.

Weitere Stellen sollen deutschlandweit in der Antriebssparte abgebaut werden. In den Werken in  Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen will die Geschäftsführung in den nächsten beiden Jahren jeweils 800 Stellen von insgesamt 9600 abbauen. Weltweit sind rund 410.000 Kolleginnen und Kollegen bei Bosch beschäftigt. Der Konzern rechnet 2019 mit einem weltweiten Rückgang der Automobilproduktion von sechs Prozent. Die Belegschaften müssen sich auf einen Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf ihrem Rücken einstellen, denn Arbeiterinteressen und Profitinteressen sind grundsätzlich nicht vereinbar.

Der Che meinte mal dazu, dass es nicht reiche, die gesellschaftlichen Probleme zu benennen, es  müssen auch die ökonomischen Ursachen behoben werden.