Aus den Bewegungen

 


Debatte II

Bündnispolitik beschädigt

Von DKP Elmshorn     |    UZ-Ausgabe vom 23. November 2018

 

Die Demonstration zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution in Kiel sowie das Gedenken an deren Opfer auf dem Kieler Eichhof waren Veranstaltungen von Bündnissen unterschiedlicher linker Organisationen. Die UZ-Berichterstattung spiegelt diesen Charakter der Aktion nicht wieder.
Durch die Bundesmitgliederversammlung der DKP war deren Anteil an den ca. 700 Teilnehmern der Demonstration unüberseh- und -hörbar. Da daraus eine politische Dominanz gestaltet wurde, veranlasste dies nicht wenige Teilnehmer, die Aktion zu verlassen.
Das politisch falsche Avantgardeverständnis wurde auch in der Rede des SDAJ-Vertreters Florian deutlich, der die Sozialdemokratie undifferenziert geißelte, aber auch der Aufruf des Bezirksvorsitzenden Lünzmann „Jetzt die DKP zu stärken“ war bei dieser Bündnisaktion politisch nicht nachvollziehbar.
Im Bündnis beginnt jetzt eine Diskussion zur Bewertung der Aktion und zu Schlussfolgerungen. Es ist zu befürchten, dass das in Jahrzehnten gewachsene Vertrauen in der Bündnispolitik beschädigt wird.


Debatte I

Leserbrief  an die UZ

Themen: In breiten Bündnissen auftreten
Von Thomas Matthes, Eschborn     |    Ausgabe vom 2. November 2018

So sehr ich Lucas Zeise auch lange vor seiner Zeit als UZ-Chefredakteur schätzen gelernt habe, so sehr schreit für mich seine Kolumne in der UZ vom 26. 10. zur AfD im Rahmen seiner Ausführungen zur EU-Frage nach Widerspruch. (…)
Was will uns der Autor der Kolumne denn damit sagen, wenn er schreibt „Für Linke ist es deshalb nicht besonders klug, vor der hessischen Landtagswahl in Hessen und anderswo Demos unter dem Motto ‚Wir sind mehr’ und ‚Unteilbar’ zu organisieren? Ist es nur ein Vorwurf falscher Wahl des Mottos, der Strategie oder falscher Taktik – da im Zusammenhang mit der Landtagswahl erhoben? Betrifft es die „Linke“ als Partei oder Linke insgesamt, mithin nicht zuletzt uns als Kommunisten auch selbst? So richtig klar wird dies nicht.
Ich bekenne mich aber eindeutig zu denjenigen, … hier den Leserbrief  weiterlesen und hier den Artikel von Lucas Zeise 


Logo unteilbar DemoKnapp eine Viertelmillion Menschen demonstrierten für die Unteilbarkeit von sozialen und Menschenrechten, nicht irgendwo virtuell im Netz auf einer Homepage mit einem Klick, sondern ganz real auf den Straßen Berlins.

 


„Aufstehen“ – wofür?

Schlechte Aussichten für Wagenknechts Sammlungsbewegung

von Georg Fülberth UZ vom 24. August 2018