Nichts im Sinn mit Sozialem

Auszug aus dem Bremer Antifaschist (BAF) 10./11.2018

(mit freundlicher Genehmigung der BAF-Redaktion)

Gut besucht mit 70 Interessierten war eine Veranstaltung des Waller Bündnisses „AfD nirgendwo“ am 28. August im Kultur- und Jugendzentrum Walle. Andreas Speit referierte sehr anschaulich zum Treiben der Blaubraunen in den Parlamenten. Sehr deutlich wurde in seinem Vortrag, dass sie an parlamentarischer Arbeit völlig uninteressiert sind, dafür die Gelder für den Aufbau eines Mitarbeiterstamms und die Parlamente als Tribüne für ihre rechtspopulistischen Ausfälle nutzen. Finanziert werden sie von mittelständischen Interessenten, deren Gewinne allerdings in Millionenhöhe zu veranschlagen sind. … Die beiden weiblichen Gallionsfiguren Weidel und Storch vereint der biologische Lebensschutz und das deutsche Reinheitsgebot. Gauland und Höcke sind nicht weit voneinander entfernt und Meuthen gibt sich auch nur an der Oberfläche moderat. Immer deutlicher wird ein neoliberales und isolationistisches Konzept, das unser Land von Eliten regiert wissen will, … Der Wahrheitsgehalt ihrer Nachrichten gleicht Spurenelementen. Pegida entwickelt sich mehr und mehr zur Massenorganisation der AfD. Die Vorstellung mancher Konservativer, die AfD wirksam rechts überholen, ihren Einfluss kappen zu können, beschleunigt nur ihren Aufstieg. … Auszug BAF 10./11.2018

Anmerkung: In der Bremer DKP-Wahlzeitung zur Bundestagswahl 2017 schrieben die Bremer Kommunisten_Innen:

Die Wahlerfolge der sogenannten Alternative für Deutschland sind besorgniserregend. Mit ihrer Demagogie versuchen sie die Menschen in diesem Land gegeneinander auszuspielen. Nach ihrer Auffassung sind es die vor Krieg und Elend geflüchteten Menschen, die schuld daran sind, dass es zu wenig Arbeit oder zu wenig Wohnraum gibt.

Beschäftigt man sich genauer mit den programmatischen Aussagen der AfD, stellt man schnell fest, dass sie mitnichten die Interessen „des kleinen Mannes“ vertreten, wie sie es behaupten: Sie sind gegen eine Vermögenssteuer und gegen wirksame Regularien beim Mindestlohn. Sie halten die Sozialversicherungssysteme und deren paritätische Finanzierung durch Beschäftigte und Unternehmer für unsinnig und wollen, dass allein die Beschäftigten für ihre Rente im Alter sorgen.

Sie halten die Zusammenarbeit zwischenGewerkschaften und betrieblichen Interessenvertretungen für schädlich, weil die Unternehmer dann nicht mehr schalten und walten können, wie sie wollen. Und nicht zuletzt bekennen sie sich zur Kriegspolitik der Bundesregierung samt ihrer Folgen –der Flucht von Millionen Menschen.

Wir müssen die soziale Demagogie der Rechten und Neofaschisten entlarven. Sie stehen auf der anderen Seite der Barrikade.

Als Kommunisten_Innen – als DKP,  treten wir denen entgegen, die mit berechtigten Sorgen und Zukunftsängsten spielen.