Beschäftigte sind sauer

ver.di weitet Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder vor dritter Verhandlungsrunde aus

26.02.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat heute (26. Februar 2019) vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder den Druck auf die Arbeitgeber nochmals mit ganztägigen Warnstreiks in zahlreichen Bundesländern erhöht. Auch am morgigen Mittwoch wird es zu Warnstreiks kommen. Heute legten Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und im Saarland die Arbeit nieder. weiterlesen


Weil wir es wert sind! – Warnstreiks und Demonstration am 27.02.2019 in Bremen – vom Weserstadion zum Marktplatz.

Hauptredner auf dem Bremer Marktplatz ist ver.di-Chef Frank Bsirske, neben ihm spricht u.a. auch die niedersächsische GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth.

Die Gewerkschafter.innen und Streikenden sammeln sich ab 10 Uhr am Weserstadion.
Um 10.30 h geht die Demo los:  Über Sielwall , Dobben, auf den Häfen, Breitenweg- Herdentorsteinweg, Schüsselkorb und Domshof zum Marktplatz.
Nach dem letzten Glockenschlag 12 h  spricht Verdi- Chef Bsirske.
Die Gewerkschaften erwarten 3 500 Streikende.
Lesen sie hier das Solidaritätsflugblatt des DKP Bezirks Bremen

Werner Sarbok (UZ) im Gespräch mit Martin Koerbel-Landwehr

Warnstreik in Essen (Siehe auch Seite 8) (Foto: Peter Köster)
Warnstreik in Essen (Foto: Peter Köster un der UZ v. 22.02.19)

UZ: Die Arbeitgeber haben die Forderungen der Gewerkschaften nach einer Tariferhöhung um 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro, abgelehnt. Können oder wollen sie nicht?

Martin Koerbel-Landwehr: Natürlich können sie das. Die Einnahmen der Länder sind so hoch wie seit Jahren nicht, einzelne Bundesländer machen Überschüsse und für den speziellen Bereich der Krankenhäuser gibt es auch neue Finanzierungsmöglichkeiten, die die Bundesregierung geschaffen hat. Also ist von Können keine Rede.
Sie wollen vielmehr aus politischen Gründen keine Einigung. Es geht bei der Tarifrunde ja nicht nur um Geld, sondern auch um die Frage von Eingruppierungen, sprich Bezahlungsstrukturen im Länderbereich.

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Stahlarbeiter erhöhen Druck

Über 15 600 Stahl-Beschäftigte haben seit Ende der Friedenspflicht in Nordwest- und Ostdeutschland die Arbeit niedergelegt. Nach den eindrucksvollen Warnstreiks erwartet IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler in NRW „ein konstruktives Verhalten der Arbeitgeber am Verhandlungstisch“.
In Duisburg, Hagen und Witten folgten diese Woche 4 110 Stahlwerker dem Warnstreikaufruf der IG Metall und legten kurzfristig die Arbeit nieder. Allein von Thyssen-Krupp Steel Europe und Kokerei Schwelgern beteiligten sich 3 300 Beschäftigte an den Warnstreiks.
Auch im Osten ließen Stahlwerker die Arbeit ruhen: Dort zogen etwa 750 Warnstreikende von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt sowie rund 120 Beschäftigte im sächsischen Zeithain beim Mannesmannröhren-Werk vor die Werkstore. Zuvor waren bereits rund 250 Beschäftigte der Ilsenburger Grobblech im Warnstreik.

Quelle: Unsere Zeit vom 22.02.2019

> Siehe auch Hier – Warnstreik im Bremer Stahlwerk

Deutliches Signal für bessere Gehälter und mehr Personal!

Über 900 Beschäftigte von Bremer und Bremerhavener Schulen im Streik

von Chr. Gloede auf GEW-hb.de

Über 800 Beschäftigte aus den Bremer Schulen folgten dem Aufruf der Gewerkschaften. Sie streikten und demonstrierten für 6% mehr Lohn und insbesondere für eine gerechtere Eingruppierung angestellter Lehrkräfte und pädagogischer Mitarbeiter*innen an Schulen. Beschäftigte der Senatorin für Kinder und Bildung waren ebenso aufgerufen wie Mitarbeiter*innen Freier Träger, hier insbesondere Fachkräfte für Inklusion (Martinsclub) und der Ganztagsbetreuung (ASB). In Bremerhaven legten knapp 100 Schulbeschäftigte die Arbeit nieder.

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Trommeln für den Frieden: Musikalische Solidarität mit Venezuela

Szene aus dem Video. Screenshot: RedGlobe / Youtube
Szene aus dem Video. Screenshot: RedGlobe / Youtube

Mit einem Lied solidarisiert sich der populäre kubanische Sänger Raúl Torres angesichts der ständigen Aggressionen und Kriegsdrohungen der USA gegen Venezuela mit dem südamerikanischen Land. »Tambores de la Paz« soll Teil einer internationalen Kampagne des von Caracas aus sendenden Fernsehkanals TeleSur gegen die Kriege in der Welt sein.

Torres ist bekannt für Titel wie »El regreso del amigo«, das nach dessen Tod zur Erinnerung an den Comandante Hugo Chávez erschien, dem Fidel Castro gewidmetem »A través del sol« oder »Candil de nieve«, »Se fue« und »Regresamos todo«.

An der Kampagne »Trommeln des Friedens« sollen alle Menschen teilnehmen können, die für die Souveränität der Völker eintreten. Sie sollen dazu ein Video aufnehmen, in dem eine Strophe des Liedes singen – auf der Straße, dem Sportplatz, zu Hause oder an einem wichtigen Platz seines Herkunftslandes. Diese Videos sollen an TeleSur geschickt werden, von wo sie in den sozialen Netzwerken und Programmen des Senders verbreitet werden.

In dem Originalvideo wird Raúl Torres begleitet von Yulaysi Miranda, Karel García und dem Rapper Alex Alday. Am Chor nehmen teil: Fabiana Pérez, Melina Torres, Danasy Olivera und das Duo Indiana yund Rodín. An den Instrumenten spielen Jorge Kendry, Lester Domínguez, Eduardo Corcho und Ana Karla Recio sowie Torres selbst.

Quelle: Red Globe

Klimastreik in Osnabrück

Schülerinnen und Schüler streiken in Osnabrück (erneut) fürs Klima

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Pressemitteilung von “Fridays for Future” Osnabrück.

Am Freitag, den 15. Februar streiken in Osnabrück Schülerinnen und Schüler für eine konsequente Klimapolitik. Der Streik beginnt um 10 Uhr am Platz der Deutschen Ein-heit. Ab 13:30 Uhr beginnt der Demozug.

In vielen Städten in Deutschland und der ganzen Welt treten Schülerinnen und Schü-ler, Studierende und junge Menschen für ein Umdenken in der Klimapolitik in den Streik. Nachdem vergangenen Freitag über 20.000 junge Menschen für eine konse-quente Klimapolitik auf den Straßen Deutschlands waren, appellieren sich auch in dieser Woche erneut an die Verantwortung der Politikerinnen und Politiker für unser aller Zukunft und die des Planeten.

Inspiriert von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Frei-tag vor dem schwedischen Parlament für eine konsequente Klimapolitik streikt, streiken seit Dezember tausende Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland. Auch in England, Canada, den USA, Belgien, der Schweiz, Australien, Uganda und vielen wei-teren Ländern weltweit folgen junge Menschen dem Vorbild Gretas.

„Die Politikerinnen und Politiker können die Verantwortung nicht auf die einzelnen Menschen schieben. Es reicht nicht aus, so nachhaltig wie möglich zu leben, wenn gleichzeitig Braunkohle verstromt und Massentierhaltung subventioniert wird.“, erklärt eine Schülerin aus Osnabrück.